Mit dem traditionellen Königsschießen und der Proklamation des Schützenkönigs haben die Sportschützen Schmidmühlen das Vereinsjahr abgeschlossen. Der Jahresabschluss bot Anlass, auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückzublicken, in dem sowohl sportlich als auch gesellschaftlich viel geleistet wurde. In seinem Rückblick stellte Schützenmeister Torsten Flieder heraus, dass die Sportschützen Schmidmühlen im abgelaufenen Jahr auf allen Ebenen aktiv waren. Sportlich sind gleich drei Mannschaften im Rundenwettkampf am Start. Die erste Mannschaft befindet sich aktuell in der Bezirksliga West auf einem hervorragenden ersten Tabellenplatz. Auch die zweite Mannschaft rangiert in der Gauliga A auf Platz zwei, während die dritte Mannschaft in der Gauliga E einen guten dritten Platz belegt. Darüber hinaus nahmen die Schützen an zahlreichen Meisterschaften teil. Auf Gau-, Landkreis- und auf Landesverbandsebene waren die Sportschützen vertreten und konnten dabei ihr Können unter Beweis stellen. Ein besonderer Höhepunkt war erneut die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Mit Anna Haderer stellte der Verein in der Schülerklasse Luftgewehr auch in diesem Jahr wieder eine Starterin auf Bundesebene. Sie qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft und belegte dort einen respektablen Platz im Mittelfeld. Damit setzte sich eine erfreuliche Serie fort: In den vergangenen drei Jahren waren die Sportschützen Schmidmühlen jedes Jahr mit Schützinnen bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. Neben Anna Haderer waren dies zuvor Gisela Hüttner in der Disziplin Luftpistole sowie Antonia Heimler, die gleich zweimal in der Schülerklasse Luftgewehr an den Start ging. Diese Erfolge sind ein deutlicher Beleg für die nachhaltige Nachwuchs- und Leistungsarbeit im Verein. Ferner richteten die Sportschützen den Raiffeisenjugend – Cup und die Landkreismeisterschaft aus.
Neben dem sportlichen Geschehen wurde auch das gesellschaftliche Leben im Verein großgeschrieben. Die Sportschützen beteiligten sich unter anderem aktiv am Fasching. Das Faschingsschießen sowie der Kehraus im Schützenheim erfreuten sich großer Beliebtheit und trugen zur Geselligkeit im Ort bei. Auch im kommenden Jahr soll diese Tradition fortgesetzt werden: Am Faschingsdienstag ist erneut ein Kehraus im Schützenheim fest eingeplant. Auch das Gartenfest im Mai erwies sich wieder als voller Erfolg und zog zahlreiche Besucher an. Ein fester Bestandteil des kulturellen Angebots ist zudem das Konzert mit den „Rooster Crows“ im Hammerschlossstadel, das sich seit mehr als einem Jahrzehnt großer Beliebtheit erfreut und längst über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist.
Großen Anklang fand auch die Mitwirkung der Sportschützen am „Tag mit der Bundeswehr – Pateneinheit“. Mit einem Blasrohrschießen im Schützenheim wurde den Gästen ein besonderes Angebot gemacht. Ein gemeinsames Abendessen rundete die Veranstaltung ab. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, bei einer Führung durch den Ort mit Heimatpfleger Josef Popp mehr über die Geschichte Schmidmühlens zu erfahren. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten sehr gut angenommen und als Bereicherung empfunden.
Bei aller Offenheit für neue Ideen kam auch die Pflege der Tradition nicht zu kurz. Den Abschluss des Jahres bildete das Königsschießen mit der anschließenden Königsproklamation. Während bei Meisterschaften das Leistungsschießen im Vordergrund steht, ist beim Königsschuss ein „glückliches Händchen“ gefragt. Die Würde des Schützen- beziehungsweise Jugendkönigs wird mit einem sogenannten „Plattl“-Schuss ermittelt, einem Zufallsschuss. Entscheidend ist dabei das beste Plattl, also der beste Zehner. Diese Form des Königsschießens entstammt dem Bürgerschützenwesen und hat den besonderen Reiz, dass nicht nur die besten Leistungsschützen, sondern auch Hobbyschützen die Chance auf den Königstitel haben. Diese Tradition zieht sich fast durch die gesamte Vereinsgeschichte. Bereits 1924 wurden beim ersten Schützenverein in Schmidmühlen, dem Zimmerstutzenverein, Königsschießen dokumentiert. In den Nachkriegsjahren wurde diese Tradition von der Schützengesellschaft 1893 sowie den Diana-Schützen weitergeführt. Bis heute zählen das Königsschießen und die Königsproklamation zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Vereinsleben. Zum Abschluss des Abends wurden die neuen Würdenträger bekanntgegeben. Schützenkönig wurde Erwin Koller. Die Würde der Jugendkönigin errang Anna Haderer, die damit ihr erfolgreiches Schützenjahr zusätzlich krönte. Den Weihnachtspokal sicherte sich Thomas Raschke. Mit viel Applaus bedacht wurden auch das Engagement von Anna Haderer und Simon Reheis für den Verein; hierfür gab es ein Präsent von Jugendleiterin Michaela Raschke. Mit diesen Ehrungen endete ein Jahr, auf das die Sportschützen Schmidmühlen mit Stolz zurückblicken können und das zugleich Motivation für die kommenden Aufgaben.