Zur früheren Zeit war der Weiße Sonntag ein Festtag für die Erstkommunikanten in der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer. Verbunden waren damit der zweite Jahrmarkt, der nach der Marktregel am Weißen Sonntag gefeiert wurde. Das hat sich längst geändert. Geblieben ist, dass am Weißen Sonntag die Jubelkommunikanten, Christen, die vor 25, 50, 60, 70, 76 und 80 Jahren erstmals an den Tisch des Herrn traten, ihren Festtag erhielten. es waren 38 Jubilare. Für Pfarrer Max Früchtl will an dieser nunmehr eingeführten Tradition auch nichts mehr ändert. Er gehört zu denen, die alle Jubilare in ihrer Heimatpfarrei begrüßen und mit ihnen feiern. So war es auch am vergangenen Sonntag.
Schon beim Treffen am Pfarrheim St. Josef gab es ein freudiges und herzliches Widersehen unter den Jubilaren. Lange hat man sich schon nicht mehr gesehen, umso größer die Freude. Voran mit Kreuz, Ministranten, Lektor und Pfarrer, gefolgt von den Jubelkommunikanten bewegte sich vom Pfarrheim in das Gotteshaus ein langer Kirchenzug. In seiner Begrüßung hatte Pfarrer Früchtl von der Pracht des Flosser Heiligtums, der nunmehr schon 114-jährigen Pfarrkirche, gesprochen.
Die musikalische Gestaltung der Eucharistiefeier übernahmen in eindrucksvoller Weise der Kirchenchor unter Leitung von Elisabeth König und Stephan König (Orgel). In seiner Predigt hatte der Pfarrer frühere Erinnerungen der einzelnen Jubiläen wachgerufen. Er dankte den gläubigen Christen für ihr Kommen und Teilnahme. Mit der Eucharistie holen sie sich Kraft und Energie für die Bewältigung des Lebens. Daran könne weiter geschöpft werden. Die Mitfeier sei Zeichen der Erinnerung des christlichen Glaubens. Das gebe Halt für die Stürme des Lebens. Eindrucksvoll die von Jubilaren vorgetragenen Fürbitten. Höhepunkt war der Empfang der Heiligen Kommunion. Eingestimmt wurde in das Abschlusslied: „ Halleluja lasst uns singen“. Nach dem festlichen Ausklang gab es an den Altarstufen ein Erinnerungsfoto.