Der Rehwildabschuss steigt, mit ihm die Verantwortung der Jäger: Bei der Rehwild-Hege- und Naturschutzschau der BJV-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg kam neben der Sichtung der Trophäen auch das neue Jagdgesetz zur Sprache.
Kreisgruppen-Vorsitzender Stefan Frank freute sich im Wulfen-Saal in Kauerhof über den Besuch von MdL Harald Schwartz, des Bereichsleiters Forsten vom AELF Amberg-Neumarkt, Horst-Dieter Fuhrmann, und von Jagdberater Dieter Dehling. Schwartz verwies auf die größere Eigenverantwortung der Jäger durch den Beginn der Rehwild-Jagdzeit nun schon am 16. April, und Horst-Dieter Fuhrmann rief dazu auf, mit den Jagdgenossen zu reden. „Nur miteinander können wir den nötigen Waldumbau schaffen.“ 2027 stehe wieder das regelmäßige sogenannte Vegetationsgutachten an.
Frank hoffte zunächst, dass es dem neugewählten bayerischen Jäger-Präsidenten Hubert Stärker gelingen möge, die Gräben zu überwinden, die unter dem bisherigen Vorsitzenden entstanden seien. Dieter Dehling ging auf die Streckenliste ein: Im Bereich der Kreisgruppe (Altlandkreis Sulzbach-Rosenberg und Auerbach) seien im Jagdjahr 2025/26 2381 Rehe zur Strecke gekommen, davon alleine 226 im Straßenverkehr. 654 Böcke, 824 Geißen und Schmalrehe sowie 903 Kitze sorgten so für einen Anstieg um über 200 Stück in den 68 Revieren der Hegegemeinschaften Auerbach, Birgland, Königstein, Neukirchen, Sulzbach-Rosenberg plus Staatsforst. Dieser Trend setze sich seit über 20 Jahren fort. Die Abschusserfüllung liege genau im Plan.
Weiter berichtete der Jagdberater von 308 Wildschweinen, was ungefähr dem Niveau von 2011 entspreche. Bei den Mufflons gebe es 29 Abschüsse, hier müssten mehr erlegt werden. Mit 79 Stück Rotwild ging es weiter, die Bestände von Feldhasen und Stockente seien auf niedrigem Niveau. 567 Füchse wurden entnommen, ebenso 202 Dachse. Besonderes Augenmerk sei auf Waschbär und Marderhund zu richten, die sich immer mehr bei uns ausbreiteten. Die Jagdhornbläsergruppe umrahmte die Schau mit Jagdsignalen.