Nichts für schwache Nerven im Schwarzenfelder Sportpark: Die Herren setzte sich am Samstagabend nach einem echten Kraftakt mit 34:33 (17:19) gegen den TV 1861 Erlangen-Bruck II durch. Dass die Gäste deutlich stärker einzuschätzen waren, als es ihre bisherige Tabellensituation vermuten ließ, war den Rohrbach-Schützlingen bereits im Vorfeld bewusst. Trotzdem tat sich die HSG über weite Strecken schwer. Nach einem guten 3:0-Start entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, ehe Erlangen-Bruck zunehmend die Kontrolle übernahm und sich zwischenzeitlich auf vier Tore absetzen konnte. Individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten machten es den Hausherren zusätzlich schwer, sodass es mit einem 17:19-Rückstand in die Pause ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst zäh. Beim 23:27 nach gut 41 Minuten lag die HSG weiterhin zurück. Doch wie schon in den vergangenen Wochen zeigte die Mannschaft Moral. Stück für Stück kämpfte sie sich zurück und ging beim 31:30 in der 53. Minute erstmals seit längerer Zeit wieder in Führung. Die Schlussphase wurde dann zum echten Krimi: Erlangen-Bruck glich knapp zwei Minuten vor Schluss zum 33:33 aus, ehe Lukas Domaier 72 Sekunden vor dem Ende das 34:33 erzielte. Die Gäste bekamen anschließend noch einmal die große Chance zum Ausgleich, vergaben jedoch in der 60. Minute einen Siebenmeter. Danach brachte die HSG den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit und belohnte sich für ihren Kampfgeist. Trainer Christian Rohrbach brachte es nach dem Spiel passend auf den Punkt: „Heute hat sich wieder gezeigt, dass einem in dieser Liga nichts geschenkt wird. Nur mit 100 Prozent Einsatz und Motivation können wir unsere Punkte holen. Genau diese Einstellung müssen wir nächste Woche auch im Derby gegen die noch ungeschlagene HG Amberg auf die Platte bringen.“