An einem Samstagnachmittag rückten weit über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Raum Plößberg kürzlich zu einem Großeinsatz im BRK Seniorenheim aus. Zum Glück handelte es sich um eine umfassende Einsatzübung, die unter den Augen von Beobachtern von Feuerwehr und BRK stattfand. Einsatzleiter Alexander Hößl, 2. Kommandant der Feuerwehr Plößberg, koordinierte die anspruchsvollen Abläufe.
Aus einem zunächst gemeldeten Brandmelde-Alarm entwickelte sich das Übungsszenario zu einem Zimmerbrand im ersten Obergeschoss. Der betroffene Trakt war stark verraucht, sieben Heimbewohner galten als eingeschlossen. Unter schwerem Atemschutz retteten die Einsatzkräfte die Personen aus dem Gebäude, darunter einen bettlägerigen Bewohner, der liegend in Sicherheit gebracht werden musste.
Die Übung zeigte deutlich, wie herausfordernd ein Ernstfall am Seniorenheim wäre: Eine einzige Zufahrt und enge Platzverhältnisse erschweren das Vorgehen erheblich. Umso wichtiger war die enge Zusammenarbeit der zahlreichen Feuerwehren aus Plößberg, Beidl, Hohenthan, Schönficht, Wildenau, Floß, Bärnau, Tirschenreuth, Schönkirch und Liebenstein. Unterstützt wurden sie von der UG ÖEL sowie dem Gefahrgut-Kontingent mit dem CBRN Erkunder aus Mitterteich. Besonders wichtig war auch die gemeinsame Arbeit des Rettungsdienstes mit der Feuerwehr. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen und mehreren Notärzten im Einsatz.
Die Verantwortlichen um den Plößberger Feuerwehrkommandanten Christian Zölch und den BRK-Kreisgeschäftsführer Sven Lehner zogen ein positives Fazit: Die realitätsnahe Übung lieferte wertvolle Erkenntnisse und stärkte die Einsatzbereitschaft für den Ernstfall. Bei Besprechungen im Nachgang werden die Erkenntnisse aufgearbeitet.