Einmal mehr zeigte sich, dass derartige kulturelle Veranstaltungen, wie sie am Dienstag in der Freizeitanlage „Mühlpaint“ geboten wurden, zur Gesellschaft, zum Leben einer Kommune und zum Miteinander der Bevölkerung als große Gemeinschaft gehören. Der „Tag der Chöre“ hat dies deutlich unter Beweis gestellt. Schade, dass es keinen Liederkranz 1862 oder einen Männerchor des Liederkranzes Plankenhammer mehr gibt. Umso dankbarer ist man den Sängerinnen und Sängern der noch aktiven Chöre.
Allein die Idee, den vor mehr als 30 Jahren eingeführten Kultursommer wieder aufleben zu lassen, Vorbereitung und Organisation für derartige Veranstaltungen zu treffen, ist lobenswert, denn nichts kommt von selbst. Die Flosser Bevölkerung war in den letzten Jahrzehnten doch ein wenig verwöhnt, da zu früherer Zeit der „Kultursommer“ ein fester Begriff war und stets Zuspruch erhielt.
Am Dienstag haben sich der evangelische Posaunenchor, der evangelische Kirchenchor und die Gesangsgruppe Arche Musica, die All Generations und der katholische Jugendchor zu einer großen und harmonischen Gemeinschaft zusammengeschlossen. Dazu bereicherte die IDance-Kindertanzgruppe aus Störnstein/Floß die abendliche Veranstaltung.
Dass die Freizeitanlage „Mühlpaint“ der ideale Standplatz für derartige Events ist, hat sich auch diesmal wieder bewiesen. Die Ausstattung ist perfekt und die Anlage selbst bot einen äußerst sauberen und gepflegten Eindruck. Nahezu 400 Besucher, ein bisher nicht erreichter Rekord (!) gaben sich an diesem kurzweiligen Abend ein Stelldichein. Die Kinder konnten sich bei den vielen Spielgeräten erfreuen. Der Markt als Veranstalter des Events hat unter Beweis gestellt, dass ihm die Förderung solch kultureller Veranstaltungen am Herzen liegt. Und das ist gut so.
Auch der abendliche Service konnte sich sehen lassen. Für das leibliche Wohl sorgte freundliches Bedienungspersonal. Ausgeschenkt wurde Bier & Radler, Wasser & Sprudel, Schorle & Weinschorle sowie Aperol. Schließlich waren die leckeren Pizzas von L’italiano aus Weiden der Renner des Abends.
Die Gäste und Besucher konnten sich über die professionelle Zusammenstellung des abendlichen Programms freuen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ale auftretenden Chöre und Gruppen schlossen sich mit ihren Auftritten in die Herzen des überaus dankbaren Publikums.. Dabei hatte jeder Chor seinen eigenen Stil, der blendend ankam. Die Arbeit und die Vielzahl der Proben hatten sich gelohnt. Das unterstrich auch der Beifall nach jeder einzelnen Aufführung. Ein besonderes Lob verdienen die Leiter der Chöre, die ihr Bestes gaben und das war großartig.
Angefangen hat der katholische Jugendchor mit seinen acht Sängerinnen unter Leitung Florian Schieder. Immerhin waren es sechs beschwingte Liedvorträge, darunter Mamma Mia, Dancing Queen (Abba) und A million dreams aus „The Greatest Showman“. Bravo, das war ein prima Auftritt.
Die IDance Tanzgruppe zauberte auf den grünen Rasen der Anlage heitere Tänze und glänzte voll Freude.
Als einer der großen Kulturträger im Markt präsentierte sich der evangelische Posaunenchor unter dem Dirigat von Wolfgang Lang, Jonatan Bär und Tanja Riedel. Unter der eigenen Moderation von Michaela, Elias, Franziska und Laura gab es erstaunlicher Weise neue Musik zu hören, die aufhorchen ließ. Die Bläserinnen und Bläser meisterten ihre Aufgaben mit klassischer, moderner Musik mit Bravour. Dazu gehörte das abschließende „Dankeschön“. Vorträge die den Abend verschönerten.
Nicht mehr wegzudenken ist der evangelische Kirchenchor und die Gesangsgruppe Arche Musica mit der Kirchenband, bei der auch Pfarrer Wilfried Römischer (Gitarre) mitmachte. Es ist das Verdienst von Kantor Andreas Kunz, der auch an diesem Abend mit seinen Liedvorträgen glänzte. Der Abschluss „Ich will dich segnen“ von Siegfried Fitz war die Krönung. Die Moderation hatte Silke Scherm übernommen.
In vielen Benefizkonzerten, auch außerhalb der Region, sowie in den Kirchen beider Konfessionen und Konzertsälen wird der Chor unter Leitung von Marion Elling-Birkhan umjubelt. Die ohne Liedblatt auftretenden 35 Sängerinnen und Sänger mit Solisten der „All Generations“ brillierten bei jedem der acht Vorträge, darunter „Happy“, „Bergwerk“ und „Put your hand“. Sie mussten nach stürmischen Applaus sogar noch eine Zugabe zum Mitsingen einlegen. Das alles war ein krönender Abschluss eines kulturell hochstehenden Abends. Er sollte dazu führen, die jährlichen Sommer-Serenaden nicht untergehen zu lassen.
Bleibt noch festzuhalten, dass das Wetter nicht nur mitspielte, die lauwarme Abendzeit war ein wirklicher Genuss, sich länger als nur zwei Stunden niederzulassen, zumal auch der perfekte Service der Getränke und Snacks prima passte. Einhellig die Meinung aller Gäste und Besucher mit dem Bürgermeister: Ein toller, unterhaltsamer und kulturell hochstehender Abend. Der Markt zeigte Dank der Flosser Chöre sich von seiner schönsten Seite.