Die musikalische Gestaltung der Gottesdienste und Feiern in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer hat eine lange Tradition. Unvergessen bleiben auch heute noch die Aufführungen von Orchestermessen unter dem früheren Chorleiter und Organisten Hans Fröhlich.
Dass die Kirchenmusik gerade an den Feiertagen eine besondere Bedeutung hat und auf hohem Niveau steht, dazu tragen die Kirchenmäuse, das Lobpreisteam, der Kirchenchor und die All Generations mit einer Reihe von Instrumentalisten bei.
Seit dem Rückzug von Hans Fröhlich und dem überraschenden Tod des Flosser Violinisten Willibald Wirth haben sich Harald Bäumler, Chorleiter und Organist in der Stadtkirche Neustadt/Waldnaab mit Sohn Andreas ein Herz gefasst, in ihrer Heimatgemeinde die große Lücke früherer Konzerte und musikalischer Aufführungen zu schließen. Mit ihren Darbietungen durch Orgel und Trompete glänzen sie mit zeitgenössischer, klassischer und moderner Kirchenmusik, die den Kreis der Kirchenbesucher zu begeistern weiß.
Zum Jahresabschluss am 31. Dezember war es wieder einmal soweit. Harald (Orgel) und Andreas Bäumler (Piccolo-)Trompete, konnten ihre Musikfreunde Jakob Reichl (Piccolo-) Trompete, Stefan Bodenmeier (Trompete, Flügelhorn) und Flügelhorn mit Georg Bäumler (Pauke) wieder gewinnen, in der Flosser Pfarrkirche erneut einen freudigen, musikalischen Hörgenuss zu geben. Aufführungen, die von den Musikfreunden, Gläubigen und Gottesdienstbesuchern überaus dankbar aufgenommen wurden. Die Begeisterung kannte auch bei Pfarrer Früchtl keine Grenzen. Er dankte von Herzen den Instrumentalisten für ihre meisterhaften Darbietungen mit einem herzlichen „Grandios“. Der große Besucherkreis zeigte sich ebenfalls durch seine Ovation dankbar und begeistert. Der Abschlussgottesdienst hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und wird den Kirchenbesuchern lange in tiefer Erinnerung bleiben. Den fünf Musikkünstlern zollte der Pfarrer hohen Respekt für selten gehörte Festklänge in der Pfarrkirche und bei einem Abschlussgottesdienst.
Harald und Andreas Bäumler ist es wieder gelungen, mit der Auswahl eine Festmusik von hohem Niveau zu präsentieren. Die Instrumentalisten zeigten sich bei den Vorträgen einmal mehr als Meister ihres Faches. Abstimmung und Harmonie zeichneten die Künstler besonders aus, wobei Altmeister Harald Bäumler (Orgel) wieder einmal sein ganzes Können aufbot. Sein glückliches Händchen hatte er bei der Auswahl der einzelnen Werke von Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Arthur Sullivan bewiesen.
Zur Eröffnung der Eucharistiefeier erklang die „Intrada aus Concerto D-Dur 54 D3“ von Telemann. Schon bei dieser Aufführung bewiesen sich die Instrumentalisten als Meister auf ihrem Instrument. Die Klangfülle war unübertrefflich, harmonisch und überaus beeindruckend. Das wiederholte sich beim Antwortgesang mit dem „Tochter Zion“ von Händel, der an Harmonie und Abstimmung meisterhaft vorgetragen wurde. Ein besonderer Hörgenuss das „Vom Himmel komm ich her aus BWV 248“ von Bach. Die Kirchenbesucher glaubten sich in einem Konzertsaal von Musik mit hohem Niveau. Das bewiesen sie auch den beiden letzten Stücken „ Lango und Presto aus Con. D-Dur 54:D3“ von Telemann und „The Lost Chord“ von Sullivan.
In der Eucharistiefeier schloss Pfarrer Früchtl unter dem Klang der vier Kirchenglocken bei seinem Vergelt’s Gott all jene mit ein, die sich im abgelaufenen Jahr in der Kirchengemeinde verdient gemacht, mitgearbeitet und mitverantwortet haben. Das Gebet galt den Täuflingen, den Kommunionkindern, den Neuvermählten und den Verstorbenen. Gott bat er, zu Beginn eines neuen Jahres, die kommende Wegstrecke weiter zu segnen.