Mit einem festlichen Gottesdienst feierte die Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach am Hochfest Mariä Himmelfahrt das Patrozinium der Eslarner Pfarrkirche, die der Gottesmutter Maria geweiht ist. Zugleich blickt die Pfarrei auf eine rund 700-jährige Geschichte zurück und wurde bereits vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt.
Bereits am Freitagabend stimmte eine feierliche Marienvesper in der Pfarrkirche auf das Fest ein. Am Samstag wurden die fahnentragenden Vereine von der Musikgruppe „Die Patroziner“ an ihren Standorten abgeholt und zum Gottesdienst begleitet. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Udo Klösel, die Predigt hielt Diakon Johannes Theissinger aus Regenstauf. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor unter Leitung von Organistin Martina Brenner.
Pfarrer Klösel begrüßte die zahlreichen Kirchenbesucher, darunter Bürgermeister Thomas Kleber mit dem Gemeinderat, die kirchlichen Abordnungen sowie die Vereine und Organisationen sowie nicht zuletzt die zahlreichen Kirchenbesucher. In seinen Worten stellte er Maria als „Prototyp des vollendeten Menschen“ heraus. Gerade an den Grenzen des Todes beginnen Gottes Möglichkeiten. Das Patrozinium sei deshalb ein Fest der Hoffnung und Dankbarkeit. Maria stehe für die Vollendung des Menschen bei Gott – mit Leib und Seele.
Diakon Johannes Theissinger aus Regenstauf, 36 Jahre alt, ist ehrenamtlicher Diakon und hauptberuflich Verwaltungsleiter und Betreuer zweier Pfarrgemeinschaften mit 14 Kirchenstiftungen. Mit Pfarrer Klösel verbindet ihn eine langjährige Bekanntschaft aus der Katholischen Landjugendbewegung. Theissinger war bereits zum zweiten Mal in Eslarn und zeigte sich besonders beeindruckt vom Zusammenhalt der Pfarrgemeinde, dem Kirchenchor und der großen Beteiligung der Vereine mit ihren Fahnen.
In seiner Predigt stellte Theissinger die Begegnung Marias mit ihrer schwangeren Verwandten Elisabeth in den Mittelpunkt. Elisabeth empfing Maria mit Freude und ohne Vorurteile und bot ihr einen geschützten Raum. Auch Josef habe nach anfänglichen Zweifeln zu Maria gestanden. Für die damalige Zeit war eine unverheiratete Schwangerschaft mit großem gesellschaftlichem Druck verbunden.
Die Begegnung von Maria und Elisabeth sei laut Theissinger auch heute in der teilweise egoistischen Welt eine wichtige Botschaft: Aufeinander zugehen, ohne Vorurteile begegnen und das Miteinander bewusst gestalten. Zum Abschluss dankte Pfarrer Klösel allen Mitwirkenden mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“. Mit einem Tragerl traditionellen, naturtrüben „Islouer Kommune“ dankte Klösel dem Prediger Theissinger. Auch das Kommunbrauwesen in Eslarn hat eine jahrhundertealte Geschichte, die über 500 Jahre zurückreicht.