Eslarn. Die größte und älteste unter den existierenden acht Kapellen in Eslarn steht am Friedhof und ist dem Schutzpatron „Hl. Sebastian“ geweiht. Sebastianus war ein römischer Soldat und da der Hauptmann sich zum Christentum bekannte, fand er um 288 in Rom erst durch Pfeilen und später durch Erschlagen den Tod. Der Märtyrer wird seit dem sechsten Jahrhundert verehrt und in der bildenden Kunst mit Pfeilen in der Brust dargestellt. Er ist Schutzpatron vieler Handwerker, Polizisten in Deutschland und Italien und wird gegen die Feinde der Kirche berufen. Nach dem aktuellen Wetter trifft scheinbar auch die Bauernregel zu: An Sebastian fängt der rechte Winter an. Viele Sakralbauten wurden zu Ehren des Heiligen gebaut, so auch die Friedhofskapelle. Die Friedhofs- und Gedächtniskapelle in Eslarn existierte bereits 1612, wurde durch Brände mehrmals in Mitleidenschaft gezogen, später abgerissen und 1922 wieder aufgebaut. Am Dienstag, 20. Januar, um 19 Uhr findet anlässlich des Patroziniums in der Friedhofskapelle zu Ehren des heiligen Sebastian ein Gottesdienst statt. Anschließend sind alle zu einem solidarischen Miteinander mit Glühwein herzlich eingeladen.