Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen für Ernährung und Verpflegung und Kinderpflege waren gemeinsam im Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung: Escape Game „Mission Zero Waste”.
Vom Feld bis auf den Teller: Viele Lebensmittel gehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verloren. 70 Kilogramm Lebensmittel landen durchschnittlich in Bayern pro Person und Jahr im Müll. 31 Kilogramm davon, also 44 %, sind vermeidbare Lebensmittelverluste! So werden nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Ressourcen wie Ackerboden, Wasser und Energie verschwendet. Seit 2012 setzt sich das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus dafür ein, Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Um Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren für dieses Thema zu sensibilisieren, gibt es das Projekt „Mission Zero Waste: Zeitreise gegen Lebensmittelverschwendung”, das vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth – Weiden (AELF TW) durchgeführt wird.
Das Berufsschulzentrum Neustadt/WN hatte sich Theresia Selch vom AELF TW eingeladen, um mit Exit Games, einer zeitgemäßen Methode, die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen. „Das Escape Game „Mission Zero Waste”” macht das Thema Lebensmittelverschwendung greifbar. Dabei entdecken die Spielenden, was jede Stufe der Wertschöpfungskette zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten beitragen kann – und sie werden motiviert, eigene Ideen zu entwickeln.
Die Klassen EV 11 und K 11 b beschäftigten sich mit je einem Team an einer von fünf Stationen der Wertschöpfungskette: Bauernhof, Fabrik, Supermarkt, Mensa oder Familienküche. An jeder Station lösten sie vielfältige Aufgaben, um gemeinsam einen finalen Geheimcode zu knacken. Dabei lernten sie nicht nur die Hintergründe und Herausforderungen der Lebensmittelverschwendung kennen, sondern erfuhren von konkreten Maßnahmen, um Lebensmittel im eigenen Alltag zu retten. „Ich finde es wichtig, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Das Escape Game hat mich überzeugt: Auch krummes Obst und Gemüse gehört in den Einkaufswagen.” Diese Aussage wurde immer wieder gehört. 60 Minuten standen zur Verfügung. Gemeinsam schafften die Schüler es, den Code zu lösen. Freudig besprachen sich alle in der Abschlussrunde und fanden, dass sie es unheimlich spannend fanden, sich mit diesen Themen auf eine vollkommen andere Weise auseinanderzusetzen und hoffen auf weitere interessante Stunden in den Fächern Ernährung und Verpflegung als auch Ökologie und Gesundheit.
Die Klassensprecher bedankten sich beim engagierten Team des Amtes für dieses Angebot.