Begleitet von herrlichem Sonnenschein zogen 14 Erstkommunionkinder mit Pfarrer Albert Hölzl in die Pfarrkirche St. Vitus in Tiefenbach ein. Im Gotteshaus stimmte bereits der Kirchenchor Tiefenbach, begleitet von Organist Stefan Ditz, das Lied „Beginne all meine Tage“ an. Pfarrer Hölzl begrüßte alle Eltern, Großeltern, Paten und besonders die Kommunionkinder, die im Altarraum im Halbkreis Platz genommen hatten. Mit dem Motto der Erstkommunion „Hand in Hand mit Gott“ reicht uns Gott seine Hand, so Hölzl weiter, und dies ganz besonders heute den neuen 14 Kommunionkindern. Die zehn Buben und vier Mädchen trugen auch die Kyrie-Rufe vor, in denen es hieß: „Herr Jesus Christus, du schenkst uns dich heute zum ersten Mal!“ Die folgende Lesung aus dem Buch Jesaja trug Schulleiterin Waltraud Eichstetter vor. In seiner Predigt griff Pfarrer Hölzl das Thema der Erstkommunion auf mit dem Vergleich: Wenn sich zwei Menschen treffen, dann reichen sie sich die Hand. Es ist ein Zeichen von Vertrauen und Nähe, denn wir Menschen brauchen dieses Gefühl von Verbundenheit. Gottes Hand spüren wir zwar nicht, meinte Hölzl dazu, und wir können sie nicht sehen, aber er ist da und nimmt uns an der Hand. Jesus ist das Licht der Welt, und mit dem Spruch: „Empfange das Licht Jesu Christi und trag es hinaus in die Welt!“ übergab der Geistliche jedem Kommunionkind die brennende Kerze. Beim folgenden Glaubensbekenntnis fragte Hölzl die Kinder am Ende des Textes: „Willst du es versuchen?“ „Ja, ich will es“, war die klare Antwort von allen 14 Kommunionkindern. In die Fürbitten waren nicht nur alle Kommunionkinder, sondern auch drei Mütter eingebunden, und sie beteten: „Guter Gott, wir bitten dich für unsere Familien!“ Sehr melodisch war auch das folgende Lied „Dieses Leben haben“, begleitet von Viola Scherr mit der Querflöte. Am Ende der Gabenbereitung meinte Hölzl: „Das wichtigste Geschenk heute ist nicht in buntes Papier eingepackt, und es kommt nicht von den Eltern, Großeltern oder Paten. Es ist dieses kleine Stück Brot, in dem sich Jesus uns selbst zum Geschenk macht.“ Mit dem Ausspruch „Heute empfängst du das erste Mal den Leib Christi“ überreichte der Priester jedem Kommunionkind die konsekrierte Hostie. Die persönlichen Dankesworte kamen wieder von den Kommunionkindern, und Pfarrer Albert Hölzl dankte vor dem Schlusssegen allen Mitwirkenden an diesem feierlichen Gottesdienst. Vergelt’s Gott für alles!
In der Dankandacht am Nachmittag wies Pfarrer Hölzl auf den Altar in der Kirche und sagte: „Dieser Altar soll Euch daran erinnern, dass Jesus euch immer wieder besuchen will. Er lädt uns immer wieder dazu ein.“ Bereits beim Einzug trug jedes Kind eine lange weiße Rose, und dazu trugen sie persönliche Texte an die Eltern und Paten vor. Die Kollekte war, wie allen bekannt war, für die Diaspora bestimmt. Also Katholiken, die in Ländern leben, in denen es kaum Gleichgläubige gibt, und darunter sind auch europäische Länder, stellte Hölzl fest. Wie in Norwegen und Schweden. Nun dürfen die Kommunionkinder die langen weißen Rosen an ihre Mütter verschenken, und zum Abschluss spielten und sangen Elisabeth Bemerl und Bettina Bindl das Lied „Gott segne dich“.