Eine Initiative des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Frühjahr dieses Jahres sei es gewesen, dass die in den Kommunen ehrenamtlich tätigen Bürger, die das Leben in den Dorfgemeinschaften aufrechterhalten, einmal öffentlich herausgehoben und geehrt werden. Beim Ehrenamtstag der Gemeinde Poppenricht in der Aula der Grundschule meinte der Erste Bürgermeister Hermann Böhm, dass „unsere Ehrenamtler die Gemeinde lebenswert machen, dass sie Verantwortung übernehmen, während andere ihre Freizeit genießen, und das alles geschieht ohne großes Aufsehen“. Das Ehrenamt sei das Herzstück der Gemeinde, betonte Böhm, sie lebe von Begegnungen, Zusammenhalt, vor allem davon, dass Menschen füreinander da seien. „Wenn unsere Feuerwehren ausrücken, geschieht das ehrenamtlich, ehrenamtlich werden auch Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen oder den kirchlichen Verbänden betreut. Hinter jeder Veranstaltung, hinter jeder Aktion stünden Menschen, die Verantwortung übernehmen, eben die Ehrenamtlichen, die nicht nur einen Beitrag für das Gemeindeleben leisten, sondern auch für den Erhalt der Demokratie.“ Hermann Böhm unterstrich auch, dass Ehrenamt nicht zur Überforderung werden darf, denn während einerseits die Anforderungen immer mehr werden, seien andererseits immer weniger Menschen bereit, Verantwortung zu übernehmen. Auch die Mitglieder des Gemeinderates seien ehrenamtlich tätig, und ihre Tätigkeit erledigen sie größtenteils in ihrer Freizeit. Neben langjährigen Mitgliedern gehören seit den letzten Kommunalwahlen die „Neuen“ Simone Luttenberger, Sarah Dehling, Michaela Kredler, Anna Heigl, Roger Hoffmann und Johannes Ambros an. Ihnen obliege es, in den nächsten Jahren die Herausforderungen anzupacken, unter anderem Schule und Kindergärten, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. „Mit meinem neuen Gemeinderat werden wir all diese Herausforderungen meistern“, so Böhm, und lud abschließend zu angeregten Gesprächen und zur Brotzeit ein.