„Wia waars, wenn ma heuer beim Feiern und Schenka auf Weihnachtn wieder an Weihnachtn denka? In Gedankn a wengerl nach Bethlehem genga, eihaltn, a bisserl, im Hetzn und Renna.“ Die Anfangsgedanken eines Textes von Helmut Zöpfl hatten heuer wohl sehr viele Menschen im Sinn. Doch statt ins entfernte Heilige Land zu reisen, schlossen sie sich lieber heimatnah dem Laternenzug der Pfarrei Nabburg zur immer beliebter werdenden „Waldweihnacht am Brünnl“ an. Und so konnte Pfarrer Hannes Lorenz heuer bei bestem Wetter über 200 Teilnehmer zur Andacht am schön geschmückten Christbaum vor der kleinen Kapelle begrüßen. Ihr Inneres und die Umgebung waren mit zahlreichen Kerzen erleuchtet und schufen bei einbrechender Dunkelheit eine wunderbare Atmosphäre für all die Weihnachtslieder, die das Quintett „Blechrauschen“ trotz Kälte musikalisch begleitete, und dazu nachdenkliche Texte, die Sabine Hayn und Petra Beer-Dausch vortrugen. Natürlich durfte angesichts des Ambientes auch die Geschichte eines Hirten nicht fehlen, dessen Flöte erst durch die Berührung mit dem Christkind wieder vollständig erklang. Die Erzählung über einen Engel, dessen Licht abhandenkam, leitete zu den Fürbitten über, in denen es darum ging, das Leuchten der Heiligen Nacht weiter zu schenken, aus Momenten der Stille und des Lichtes Kraft zu schöpfen, sich zu versöhnen oder Menschen zu begegnen, die anderen von Herzen Zuwendung und Gemeinschaft schenken. Letzteres sollte sich, Dank der Vorbereitungen eines eingespielten Teams, an diesem Abend auf jeden Fall erfüllen, spätestens zum gemütlichen Ausklang mit Würstl und Punsch rund um die Lagerfeuer und nicht zuletzt im Begleiten auf dem Heimweg durch die Nacht.