Wie gelingt Mentale Gesundheit im Arbeitsleben? Diese Frage wurde beim Fachtag für Unternehmen der Nordoberpfalz im April inTirschenreuth beantwortet. Die Veranstalter IHK Regensburg, Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth, Landkreis Tirschenreuth und die Bildungskommunen (gefördert durch das BMFSFJ) freuten sich über regen Zulauf: Über 60 Unternehmer:innen und Fachstellen aus allen Branchen zeigten sich interessiert.
Der Nachmittag startete mit einem Angebot an Infoständen aus dem Themenfeld psychische Gesundheit: SPDi, Medbo BKH Wöllershof, Krisendienst Oberpfalz, Grundschule Tirschenreuth und Mädchenrealschule Waldsassen als lokale Preisträger, Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk Nordoberpfalz, für die Krankenkassen die AOK und als bisher neuestes Angebot die HSN-Ausbildung.
In der Keynote von Dr. Stefan Gerhardinger, dem Leiter der Stabsstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement des Caritasverbands Regensburg wurde deutlich: Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein „nice to have“ mehr, sondern ein wichtiger Baustein und zur Senkung der Fehlzeiten in der Belegschaft ein bedeutsamer wirtschaftlicher Faktor. Wie kann ein psychologisch gesundes Unternehmen aussehen? „Vor allem geht es um Haltung und Unternehmenskultur. Die Aufgabenorientierung im Unternehmen muss sich mit der Beschäftigtenorientierung die Balance halten. Eine zentrale Stelle sind die Führungskräfte – es hängt daran, wie gut sie qualifiziert und reflektiert sind, welchen Führungsstil sie haben und welche Haltung und Werte/Normen sie vertreten. Eine Abteilungsleitung nimmt immer ihre Krankenstände und die Arbeitsproduktivität der Abteilung mit bei einem Wechsel.“ Wichtig sei auch die Sichtbarkeit des Themas im Unternehmen: Allein so kleine Bausteine wie ein Mental-Health-Ersthelfer als Anlaufstelle im Betrieb geben Sicherheit. Oder wie aus dem Publikum geäußert wurde: „Wir wollen ein Feel-Good- oder Happiness-Management etablieren.“