Am 15. August feiern die katholischen Christen das Fest Maria Himmelfahrt. Darin wird der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel gedacht.
Manche Volkskundler bringen Maria Himmelfahrt mit der legendären Öffnung des Grabes der Gottesmutter in Verbindung, in dem sich statt des Leichnams Lilien, Rosen und Kräuter befunden haben sollen, denen ein wunderbarer Duft entströmte. Aus diesem Grund hat sich bis heute in katholischen Gemeinden als besonderer kirchlicher Brauch die Segnung Kräutersträußen – auch Weihbüschel genannt – erhalten. Das Suchen von Kräutern und blühenden Gewächsen stellte die Menschen aufgrund der großen Trockenheit vor große Herausforderungen. Doch auch in diesen Zeiten stellt die Natur allerlei schöne Gewächse bereit. Schon durch ihr Ambiente im Wald am Hang des Kitschenrains ist die Heinersreuther Waldkapelle für Besucher von Gottesdiensten ein Anziehungspunkt. Zum festliche Gottesdienst im Freien auf der Altarinsel fanden sich die Gläubigen aus den umliegenden Pfarreien ein. Um den Altar waren die vom Kapellenverein gebundenen Sträuße drapiert, welche nach dem Gottesdienst bzw. der Weihe mit Weihwasser von den Anwesenden mit nach Hause genommen wurden. Pater Samuel Patton bezeichnete den Tag Maria Himmelfahrt auch als eine Art Ende des irdischen Seins von Maria und ließ ihr Leben Revue passieren.