Hinter den Mitgliedern des Musikvereins liegt ein Jahr, das Vorsitzender Andreas Kiener als sein „bisher bewegendstes” bezeichnete. Drei Musikanten hatten ihren Abschied erklärt, doch der größte Einschnitt war der des langjährigen Dirigenten Martin Wolf, dessen letzten Auftritt Kiener als sehr emotionalen Moment beschrieb.
Auch organisatorisch war das Jahr turbulent. Nachdem lange unklar gewesen war, ob die fehlenden Instrumente neu besetzt werden können, konnten neue Musikanten gewonnen und Termine für das kommende Jahr dann doch zugesagt werden – eine enorme Erleichterung für Vorsitzenden Andreas Kiener.
Der scheidende Dirigent Martin Wolf, der bereits seit einem Vierteljahr nicht mehr aktiv im Dienst steht, beschrieb seine Situation als „ungewohnt”. Das spielerische Niveau im letzten Jahr sei ordentlich gewesen, auch wenn der Probenbesuch teilweise zu wünschen übrig ließ.
Seinen eigenen Abschied habe Wolf bislang keine Sekunde bereut. In seinem Dank für 25 „sehr schöne” Jahre hob er besonders den Vorsitzenden Andreas Kiener hervor: „Er hat sich nie ins Musikalische eingemischt und die Zusammenarbeit war perfekt. Wir hatten quasi eine Standleitung.”
Für seine 25 Jahre aktive Dirigententätigkeit erhielt Wolf die goldene Ehrennadel des Nordbayerischen Musikbunds. Zudem wurde er zum Ehrenmitglied des Musikvereins ernannt. Für Vorsitzenden Andreas Kiener sei Martin Wolf nicht nur musikalischer Ansprechpartner gewesen, sondern auch Ratgeber und Freund.
Im Rahmen der Versammlung wurden Marius Koslowski zum 2. Vorsitzenden sowie Luca Hennemann zum Beisitzer gewählt. Der 1. Vorsitzende Andreas Kiener, Kassenverwalter Matthias Roith, Schriftführerin Sonja Kiener sowie die Kassenprüfer Andreas Anger und Wilhelm Rauch wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kiener betonte, dass er sehr froh darüber sei, dass es mit dem Musikverein weiter gehe. Für die kommende Saison seien die Pressather Musikanten bereits wieder gut gebucht, weshalb alle motiviert in die Zukunft blickten.