Es kann so schnell gehen: Eine vergessene Herdplatte oder ein rauchender Toaster – kaum jemand hört den Rauchmelder und plötzlich steht die Küche in Flammen. Für Senioren, die in ihrer Beweglichkeit oder Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind, kann ein Wohnungsbrand besonders dramatische Folgen haben. Aus diesem Grund besuchte kürzlich Brandschutzerzieher Josef Pflaum senior (Freiwillige Feuerwehr Waldthurn) die Tagespflegeeinrichtung „Unter’m Fahrenberg“ zu einem praxisnahen Aufklärungsvortrag.
Speziell auf die Bedürfnisse älterer und hilfsbedürftiger Menschen zugeschnitten, zeigte Pflaum gemeinsam mit seinem Bruder Michael anschaulich, wie schnell Unachtsamkeit oder falsche Routine zu gefährlichen Situationen führen können. Mit großer Aufmerksamkeit beteiligten sich die Senioren an der Frage, wie im Notfall richtig ein Notruf abgesetzt wird. Besonders interessant war auch die Diskussion über Notrufarmbänder – hierbei ist es wichtig, dass die hinterlegten Nummern stets aktuell sind.
Mit anschaulichem Material wurden die Gefahren defekter Handyladekabel oder Stromleitungen verdeutlicht. Ein vorgeführter Kurzschluss machte die Risiken sichtbar – gerade wenn Tischdecken, Vorhänge oder Bettdecken in der Nähe sind. Ebenso wurden verschiedene Arten von Rauchmeldern erklärt, darunter Modelle mit Licht- und Vibrationsalarm, die speziell für Hörgeschädigte geeignet sind.
Auch das Thema Dekoration in der „Staad’n Zeit“ wurde behandelt. Gerade durch Kerzen und Lichterketten können leicht Brände entstehen, wenn man nicht vorsichtig ist. Sollte es zu einem Ernstfall kommen, wird die Feuerwehr eine Rettung gegebenenfalls mit Fluchthaube in Betracht ziehen, erklärte der Brandschutzerzieher.
Stellvertretende Pflegedienstleiterin Petra Schmidt-Moll dankte den Feuerwehrmännern herzlich für die lehrreichen und eindringlichen Ausführungen. Der Besuch hat gezeigt, wie wichtig gezielte Brandschutzerziehung gerade für Senioren ist, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.