Im Rahmen der Klöppeltage fand am Mittwoch die Ausstellungseröffnung „Wanderausstellung: Klöppeln ist unsere Leidenschaft“ im CeBB statt. Bürgermeister Reinhard Kreuzer begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte der Kuratorin Irena Ring, die die Ausstellung organisierte und gestaltete. Er betonte, wie wichtig es sei, das immaterielle Kulturerbe zu pflegen und am Leben zu erhalten, bevor er das Wort an Irena Ring übergab.
Sie beschrieb die Ausstellung als eine Sammlung aus acht Jahren Kursen zur Kursleiterausbildung des Deutschen Klöppelverbandes. „Es wäre schade, wenn die Arbeiten verschwinden würden, nachdem sich die Gruppe aufgelöst hat“, beschreibt die Organisatorin die erste Intention zur Ausstellung. Die Spitzenwerke wurden chronologisch angeordnet, sodass man die Entwicklung der Klöppelgruppe von der Tradition hin zur Moderne gut verfolgen kann. „Wissen um die Tradition und traditionelles Können sind die Grundlage für Moderne Werke“, erklärt Irena Ring die Basis, die gleichzeitig ein weiterer Beweggrund für die Ausstellung war: „Die Menschen sollen sehen, dass es beim Klöppeln nicht nur „Oma-Deckchen“ gibt“. Es geht um Inspiration für aktive Klöpplerinnen und darum, Menschen für das Handwerk, das sich immer mehr zur Kunst entwickelt, zu begeistern und Leidenschaften zu wecken. Und nicht zuletzt soll auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, sich zum Kursleiter ausbilden zu lassen. Damit dies möglichst flächendeckend erfolgen kann, wird die Wanderausstellung an verschiedenen Orten aufgebaut. Auf der eigens eingerichteten Homepage www.spitzenausstellung.de findet man die aktuellen Termine und viele weitere Informationen.
Nachdem der Applaus verebbt war, ergriff Bürgermeister Kreuzer noch einmal das Wort, wies auf die alte Tradition der „Hutschaabende“ hin, die in Schönsee zu neuem Leben erweckt wurden und stellte Tanja Bentele vor, die die Klöppelabende leitet. Auch Monika Gebhart, bekannt als Kuttner Hilde und als „die Klöppelgröße“ in der Region, brachte er ins Spiel: „Die Alt-Meisterin hat ein Auge drauf“. Mit diesem Hinweis eröffnete er die Ausstellung offiziell und ebenso die Sektbar. Von der traditionellen Spitzenborte bis hin zu kunstvollen 3D-Gebilden konnten die Besucher Klöppelspitzen in allen Formen, Farben und Variationen bewundern. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Juni im CeBB zu besichtigen. Wer selbst zu den Klöppeln greifen möchte, kann sich zu verschiedenen Kursen in Schönsee anmelden, die unter anderem auch von Irena Ring geleitet werden.