Seit zwei Wochen kann man im Centrum Bavaria Bohemia die Fotoausstellung „Mensch, Natur und ihre Katastrophen“ besuchen, die nicht nur von Naturkatastrophen in den tschechischen Ländern des 19. Jahrhunderts erzählt, sondern auch von der Beziehung zwischen Mensch und Natur im Allgemeinen.
Die Fotografien aus der Sammlung von Pavel Scheufler zeigen uns, wie unsere Vorfahren mit den Launen der Natur umgegangen sind.
Eine Katastrophe ist immer ein Extremfall, aber wenn es gelingt, sie zu überwinden und zu verarbeiten, ist sie auch eine Chance für einen Neuanfang und die eigene Kreativität. Das haben Schülerinnen und Schüler der Kunstschulen KunstBETRIEB Cham und DDM Radovanek aus Pilsen am Wochenende im CeBB im Rahmen eines deutsch-tschechischen Workshops ausprobiert. Unter der Leitung der Dozenten Julia Breu und Andi Dünne vom KunstBETRIEB erhielten die Jugendlichen die Aufgabe, eine kleine oder große Katastrophe in einem Comic darzustellen.
Im zweiten Teil des Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen damit, Erfindungen zu bauen, die aus einer Katastrophe helfen können. Dazu erhielten sie unterschiedlichste Materialien wie Holz, Draht und Stoffe. Es entstanden beeindrucktende Modelle, wie zum Beispiel ein Wasserfilterbecken, eine improvisierte Windmühle, ein Krankenhaus, eine Brücke über einen Fluss oder eine Trockentoilette. Im Rahmen deutsch-tschechischer Sprachspiele entstand auch ein weiterer Teil des deutsch-tschechischen Bildwörterbuchs, das bereits seit vielen Jahren auf der Website von KunstBETRIEB wächst.
Die Ausstellung und der Workshop wurden finanziell vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Landkreis Schwandorf unterstützt.