Ganz im Zeichen des Jubiläums „60 Jahre Sportabzeichen in Neunburg v. W.“ stand kürzlich die Verleihungsfeier im Restaurant „La Villa“. In diesem festlichen Rahmen konnte Franz Seidl, Vorsitzender des Interessengemeinschaft, die Sportabzeichen, Urkunden und Pokale an 73 erfolgreiche Freizeitsportler aushändigen. Unter den Ausgezeichneten befanden sich Kinder, Jugendliche und Senioren quer durch alle Altersklassen. Einleitend blendete Seidl auf die Gründerzeit der lokalen Sportabzeichen-Aktion zurück. Diese sei in Deutschland 1912 von Carl Diem nach schwedischem Vorbild ins Leben gerufen worden. In Neunburg gab es kurz nach Eröffnung der Pfalzgraf-Johann-Kaserne eine Initialzündung; Oberstabsfeldwebel Karl Sailer bot ab 1965 auch Sportabzeichen-Abnahmen für Zivilpersonen an. Nach zehn Jahren erfolgte der Umzug in die Sportanlage an der Realschule. Zur Gründung der Interessengemeinschaft Sportabzeichen kam es 1988 unter Mitwirkung des FC Neunburg, SV Schwarzhofen und SV Seebarn. Über Jahrzehnte hinweg sei danach Neunburg bei den Abnahmen Spitzenreiter der Vereine im Kreis Schwandorf gewesen. Bis 2025 seien laut Seidl 9000 Sportabzeichen überreicht worden. Besonders hervorgehoben wurden die „Pionierleistungen“ von Freizeitsportlerinnen und -sportlern auf diesem Sektor. Namentlich nannte Seidl die 2019 verstorbene Brigitte Dippold. Ihr gelang es, im Alter von 86 Jahren das Deutsche Sportabzeichen zum 40. Mal zu wiederholen. Die Verleihung für das Jahr 2025/26 eröffnete Franz Seidl mit der Übergabe an 14 „Minis“ unter den Teilnehmern. Zehn Erwachsene erwarben zudem das Österreichische Sportabzeichen. Den Generationenpokal gewann die Familie Sturm, bei der vom Großvater bis zum Enkel alle Familienmitglieder dabei waren. Die Sportabzeichen mit Zahl gingen an Otto Brickl (5), Regina Schmid und Franz Vitzthum (20), Stephan Jonas (35), Joachim Ullmann (40), Hans Gmeiner und Albert Meier (45). Abschließend bedankte sich 1. Bürgermeister Martin Birner bei den örtlichen Initiatoren und Mitglieder des Prüferteams. „Sie verstehen es, die Menschen für den Breitensport zu begeistern“, sagte er wörtlich.