Die Abiturientin Carolin Ruppert wurde am 9. Juli 2026 mit dem Abiturpreis für ihre Seminararbeit im Fach Politik und Gesellschaft ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Maximilianeum statt. Pro Schule durfte nur eine Arbeit eingereicht werden. Insgesamt standen über 100 Seminararbeiten aus ganz Bayern zur Bewertung: Fünf davon konnten die Jury überzeugen, die aus Lehrkräften, Hochschuldozenten und Mitgliedern der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie Vertretern vom Landesverband für Politische Bildung bestand.
In ihrer Arbeit im W-Seminar „Krieg in der Ukraine” befasste sich Carolin Ruppert mit „Russischer Propaganda durch Fake News”. Wie gut ihr das gelang, wurde in der Laudatio deutlich, die im Bayerischen Landtag in München vorgelesen wurde. Mehrfach fielen Adjektive wie „herausragend”, „exzellent” oder „sehr sehr gut”. Schirmherrin Ilse Aigner betonte: „Sie durchschlagen das Dickicht von Informationen, schaffen sich freie Sicht auf die Fakten. Den Ernst der Lage haben Sie erkannt, aber Sie lassen sich davon nicht einschüchtern. Davon lebt unsere Gesellschaft. Davon lebt unsere Demokratie”. Die Landtagspräsidentin überreichte auch den Preis. Geplant war, dass Kultusministerin Anna Stolz bei der Ehrung anwesend war. Sie besuchte jedoch das Gymnasium Schongau, wo am Vortag ein Amoklauf verübt wurde. Für die Preisverleihung kamen Carolins Eltern sowie Kursleiterin Simone Kurbjuweit und Hans Kistler, Schulleiter des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, nach München. Carolin befindet sich seit Anfang Juli mit zwei Schulfreundinnen auf einer vierwöchigen Interrail-Tour quer durch Europa. Sie hat aber ihre Route etwas umgeplant und reiste extra aus Florenz an, um die Auszeichnung persönlich annehmen zu können. Nach dem Festakt und einem kleinen Imbiss wurden die Gäste durch den Bayerischen Landtag geführt und besuchten die Denkstätte „Weiße Rose” an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.