Wohl schon seit Jahrhunderten wird im Gebiet um Aschach Donatus, der Katakombenheilige von Münstereifel, verehrt. Aus dem Leben des Heiligen ist nicht viel bekannt. In einem römischen Martyrologium wird Donatus als einer der vielen Märtyrer Roms um 300 nach Christus erwähnt, der in den Katakomben Roms seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Er gilt als Schutzpatron gegen Unwetter und Blitzschlag. Ihm zu Ehren finden sich alljährlich jeden dritten Sonntag im Juli eines Jahres die Gläubigen zu einem Festgottesdienst an der Kapelle, gelegen am Jubiläumswanderweg Amberg-Schnaittenbach, ein. Die Eucharistie feierte in diesem Jahr erstmals Kaplan Marvin Schwedler, musikalisch begleitet von Kornelia Scharl mit ihren Musikkindern. In seiner Predigt nannte er als wichtigste Botschaft dieses Festes, dass nicht alles in unserer Hand liege. Gerade deshalb sind Kapellen wie die Aschacher Donatuskapelle so wichtig. Mitten in der Landschaft stehend, erinnern sie daran, zwischen Arbeit und Alltag, zwischen Feldern und Straßen, zwischen Erfolgen und Sorgen. Die mitfeiernden Gottesdienstbesucher seien mit ihrer Freude und ihrem Dank gekommen. Aber auch mit ihren Sorgen, mit der Bitte um gutes Wetter, mit der Hoffnung auf eine gute Ernte, mit der Angst vor Gewitter, Hagel oder Dürre. Haben doch die Menschen die Natur nicht in der Hand, bei einem Hagelschauer, einem Starkregen oder wochenlanger Trockenheit merken sie dies. Der Hl. Donatus erinnert sie daran. Nicht daran, Angst vor dem Wetter zu haben. Sondern darauf zu vertrauen, dass Gott ihr Leben trägt, auch dann, wenn sie nicht alles kontrollieren können. Und wenn sie ehrlich zu sich sind, nicht nur das Wetter ist unberechenbar, auch das Leben. Der Hl. Donatus will sie daran erinnern, ihr Vertrauen immer wieder neu auf Gott zu setzen. Nachdem Kaplan Schwedler am Ende des Gottesdienstes noch die auf dem Bolzplatz abgestellten Fahrzeuge gesegnet hatte, erfolgte der Übergang zur weltlichen Feier.