Politik kann trocken sein – muss sie aber nicht. Das zeigte die Unparteiische Wählergruppe Schlammersdorf (UWG) eindrucksvoll. Mit einem großen Bauzaunbanner mitten im Ort meldete sich die unabhängige Wählergemeinschaft sichtbar zu Wort. Noch wichtiger: Sie machte sich ansprechbar.
Neu im Ortsbild ist seitdem „Am Pfarrhof“ direkt neben dem Wahlbanner mit den Kandidaten für die Kommunalwahl die Bürger-Anliegen-Box. Keine große Hürde, kein Formular-Marathon – sondern ganz bodenständig. Jeder Haushalt bekam in den vergangenen Tagen mit der UWG-Wahlwerbung eine Postkarte. Darauf: Platz für die drei wichtigsten Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln brennen. Ausfüllen, beim nächsten Gang zum Bäcker, Metzger oder zur Kirche mitnehmen – und ab in die Box damit. Kommunalpolitik zum Einwerfen, sozusagen.
Was passiert mit den Anliegen? Sie verschwinden nicht in einer Schublade, verspricht die UWG. Die Themen werden in Veranstaltungen eingebracht, offen diskutiert und mit den eigenen Zielen abgeglichen. Die Botschaft ist klar: Gute Politik beginnt nicht im Sitzungssaal, sondern dort, wo die Menschen leben.
Nach dem offiziellen Teil wurde es dann winterlich. Statt Reden gab’s Schneebälle – und einen stattlichen, drei Meter hohen Schneemann. Die Gemeinderatskandidaten und Mitglieder der UWG zeigten Teamgeist im Schnee und formten mit im Dorf auf dem ehemaligen Schleicheranwesen einen Schneemann mit unverkennbar regionaler Note: Knöpfe vom Bäcker, Herzhaftes vom Metzger und – man höre und staune – Lebensfreude von der Brauerei. Mehr Schlammersdorf geht kaum.
Am Sonntag, 8. Februar, lädt die Wählergruppe zu ihrer ersten Wahlveranstaltung zum politischen Frühschoppen um 10 Uhr in das Gasthaus Dötsch nach Menzlas ein.