Wenn einer weiß, wie es früher im Dorf zuging, dann Sepp Lösch. Das bewies er am 13. März im restlos ausverkauften Saal des Gasthauses Kreiner. Unter dem Motto „Rund ums Dorf” servierte er eine bunte Mischung aus Heimatkunde, Humor und Herzblut. Den Auftakt machte ein charmantes Rosengedicht – eine Hommage an Rosenberg. Danach ging es ans Eingemachte: Lösch ließ dörfliche Originale wie den Hans Wölperer von der Windschnur, Lehrer Karl Zweck und den Heimatpfleger „Binder Hansel” wieder auferstehen. Auch geistliche und musikalische Größen wie Mundartdichter Fritz Morgenschweiß oder die Musikanten Hanse Zechmeier und Schweinsteiger durften in seinem Repertoire nicht fehlen. Besonders packend wurde es bei den Sagen: Ob „Die Jungfrau und der Drache” oder der „Geigerpumperl” – im urigen Dialekt vorgetragen, hingen die Zuhörer förmlich an seinen Lippen. Eine Abordnung der Bergknappenkapelle sorgte für den passenden Soundtrack des Abends. Mit dem Steigerlied fand die nostalgische Reise einen würdigen, emotionalen Abschluss. Ein Abend, der zeigte: Die alten G'schichten leben weiter, solange einer sie so meisterhaft erzählt wie der Sepp.