Unter dem Motto „Viele Sprachen – ein Herz – Frieden soll es geben in der Welt“ fand am Samstag, 25. April 2026, ein bayerisch-böhmisches Friedensfest in Moosbach statt. Zahlreiche Besucher aus der Region sowie Gäste aus Tschechien kamen zusammen, um ein Zeichen für Gemeinschaft, Verständigung und Frieden zu setzen. Dieses Datum wurde heuer bewusst gewählt, da nach dem Zweiten Weltkrieg genau in diesen Tagen im Frühjahr der Friede in unserer Region Einzug hielt. Den feierlichen Auftakt bildete ein Gottesdienst in der Pfarrkirche, der von Schülern der Partnerschulen aus Bělá nad Radbuzou, Eslarn und Moosbach gestaltet wurde. Die Idee, einen jährlichen Friedensgottesdienst abzuhalten, geht auf den ehemaligen Rektor der Grundschule Moosbach, Josef Rauch, zurück. Bereits im Vorfeld hatten die Kinder bei einem gemeinsamen Aktionstag in der Grundschule zentrale Inhalte erarbeitet. Im Mittelpunkt standen dabei Begriffe wie „Vertrauen“, „Geborgenheit“, „Respekt“, „Mut“, „Kraft“ und „Hoffnung“, die in den zweisprachigen Fürbitten zum Ausdruck gebracht wurden. Die jungen Teilnehmer setzten sich bei der Erarbeitung intensiv mit Gemeinsamkeiten über Sprachgrenzen hinweg sowie mit der Bedeutung von Frieden in der Welt auseinander. Trotz unterschiedlicher Herkunft wurde deutlich: Die Botschaft des Friedens ist universell und verbindet. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Friedensliedern, die der Schulchor unter der Leitung von Musikschulleiter Benedikt Scheidler vortrug. Die einfühlsamen Darbietungen verliehen der Feier eine besondere Atmosphäre. Am Ende des Gottesdienstes erhielten alle Besucher ein kleines Holzherz mit der Aufschrift „Frieden“ in beiden Sprachen. Dieses Symbol soll in den Familien zu Hause an die gemeinsame Botschaft erinnern und kann bewusst auch an andere Menschen weitergegeben werden. Im Anschluss waren alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein mit Brotzeit ins Pfarrheim eingeladen. In geselliger Runde bot sich Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung über Ländergrenzen hinweg. Schulleiterin Birgit Enders nutzte diesen Rahmen, um sich herzlich bei Pfarrer Udo Klösel, Gemeindereferent Benedikt Eckert, den Lehrkräften der beteiligten Schulen sowie dem Schulchorleiter für die engagierte Vorbereitung des Gottesdienstes zu bedanken. Ein besonderer Dank galt zudem dem Pfarrgemeinderat Moosbach für die Organisation der Brotzeit. Das Friedensfest zeigte, wie wichtig Begegnung, Dialog und gemeinsames Engagement für ein friedliches Miteinander sind – ganz im Sinne des Mottos: Viele Sprachen, aber ein Herz.