„Als ein großes Stück Kemnather Kita-Geschichte“ bezeichnete Bürgermeister Roman Schäffler das Wirken von Beate Rodler im Kindergarten „Li-La-Löhle“, als diese in den Ruhestand verabschiedet wurde. In seiner Rede blickte er zurück auf den beruflichen Werdegang der stets pünktlichen, verantwortungsbewussten und ruhigen Erzieherin.
Ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin begann sie 1976 an der „Berufsfachschule für Kinderpflege“ in Neustadt an der Waldnaab. Dem schloss sich die Ausbildung zur Erzieherin an der „Fachakademie für Sozialpädagogik“ in Hof und das Berufspraktikum in Kulmain an. Nach einer weiteren Station in Fürth kam sie 1984 zur Stadt Kemnath. Seitdem, nur mit familienbedingten Pausen, ist sie der Stadt Kemnath treu geblieben.
Als Gruppenleitung der Elefantengruppe übernahm sie im Juni 1991 Verantwortung und arbeitete in dieser Funktion bis zu ihrem Renteneintritt mit viel Engagement und Herzblut.
„Du hast Generationen von Kindern begleitet, ermutigt und auf ihrem Weg ein Stück weitergebracht“ fuhr der Bürgermeister in seiner Laudatio fort. Zum Abschied überreichte er ihr den Kasper. Diese Handspielpuppe wurde von ihr gerne im Morgenkreis benutzt. „Der Kaspar gehört zu dir – als Symbol für all die Geschichten, die du erzählt hast, für all die Kinderaugen, die gelacht haben, und für all die besondere Art, mit der du Kinder erreicht hast,“ fügte er hinzu.
Die Gesamtleitung Agnes Ring überreichte symbolisch einen Obstkorb, gefüllt mit guten Wünschen. „So steht die Banane für die Energie, mit der du jeden Tag in die Löhle gekommen bist. Viel Energie wünschen wir dir auch für die Rente, damit deine Pläne und Wünsche realisiert werden können“, führte diese aus. Sie bedankte sich für ihre Geduld und ihr Herz für Kinder und wünschte Beate Rodler ganz viel Vitamin L -Lebensfreude.
Die Kindergartenleitung Regina Amm blickte in ihrer Ansprache auf die Anfänge der beruflichen Arbeit zurück. So war der Kindergarten damals die einzige Betreuungseinrichtung der Stadt, es gab Vormittags- und Nachmittagsgruppen, einen Busdienst und die stadtbekannten Faschingsbälle. Die pädagogische Arbeit hatte andere Herausforderungen, ganz bestimmt war weniger Schreibkram. „Vieles hat sich verändert in diesen Jahrzehnten, was konstant war, ist deine Arbeitshaltung und Einsatz in der Arbeit, deine Verlässlichkeit. Du warst stets bereit, Veränderungen mitzutragen und umzusetzen. Du hast bis zum letzten Tag gearbeitet, dafür möchte ich dir meinen Respekt und meine Anerkennung aussprechen. Dies ist nicht selbstverständlich“ lobte sie.
Die Personalrätin Angelika Kaufmann verglich ihr berufliches Wirken mit einer Bergwanderung, deren Gipfel sie nun erreicht habe. Wie ihre Vorredner wünschte sie ihr für die Rente, dass sie gesund bleiben möge und mehr Zeit für ihre Familie und Hobbys habe.
Mit einem selbstgedichteten Lied verabschiedete sich das Kindergartenteam von seiner langjährigen Kollegin.