Auftakt der diesjährigen Radlsaison des Tourismus- und Kulturvereins Wiesau war im Juni eine Exkursion in das Naturschutzgebiet Waldnaabaue. Unter der kompetenten Führung von Förster Wolfgang Pröls ( Bay. Staatsforsten) erkundeten die gut 20 Teilnehmer auf dem Großensterzer Rundweg den Wald und seine Bedeutung. Die fachkundigen Erklärungen begannen mit einem Rückblick in die Geschichte der Wälder vor über tausend Jahren, wo der Wald die lebensnotwendigen Energien für die Menschen und die Wirtschaft lieferte. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Aufgaben der Waldbewirtschaftung aber erheblich verändert. Aufgrund der Klimaveränderung gibt es statt der Nadelhölzer eine Entwicklung zum Misch- oder Laubwald. Die Bayerischen Staatsforsten verfolgen heute eine integrative Waldbewirtschaftung, in der ökonomische, soziale und ökologische Ziele gleichermaßen berücksichtigt werden. Das heißt: Der Nutz-, Schutz- und Erholungsfaktor sollen gleichrangig erfüllt werden. Nachdem man früher allein auf die Wirtschaftlichkeit geschaut hatte, legt man heute auch Schutzgebiete und Moore zur Erhaltung von Biodiversität und Lebensräumen. an. Weiteres Ziel ist auch der Vogel- und Insektenschutz (Totholzbäume), sowie geeignete Schutzräume z. B. für Reptilien (Kreuzotter!) und Ameisen zu schaffen. Besonders im Fokus stehen auch Maßnahmen gegen das Insektensterben. Mit der Anlage von Blühstreifen und Wiesen werden Lebensräume für Bienen, Vögel und andere Tiere geschaffen. Große Bedeutung hat natürlich auch der Gesundheits- und Erholungswert unserer Wälder, darum wird für den Freizeitwert - wie Walderlebnispfade – viel investiert. Unser Wald - ein Gesundbrunnen für jede Jahreszeit. Neben soviel neuem Wissenswertem war dieser Ausflug Erholung und Entspannung für Körper Geist und Seele.