Die Teilnehmer in der Turmspitze mit dem „Paradeisel” und historischem Adventskranz. (Bild: Gabi Ernst)

Weihnachtliches Flair im Klettnerturm

Der Tourismus- und Kulturverein Wiesau nahm an einer adventlichen Führung der Stadt Tirschenreuth teil. Der Rundgang begann am Christbaum des heimeligen, lichterfüllten Marktplatzes, wo man von Gästeführerin Christina Zapf herzlich begrüßt wurde. Hier wurde schon mal viel Wissenswertes über Kultur und Geschichte über die gute Stube der Stadt übermittelt. Ein kleiner Spaziergang , vorbei an einer wunderschönen Schaufensterkrippe und dem riesigen Christbaum am Turm führte zum eigentlichen Ziel, dem Klettnerturm. Beim Betreten des historischen Gebäudes erwartete Gästeführerin Cornelia Stahl schon die Gäste mit praktischen Vorführungen und Erklärungen über die Wirkung von Duft und Rauch zum Thema Räuchern, das früher gerade um die Weihnachtszeit praktiziert wurde. Eine steile Treppe führte weiter zu den weiteren Stationen im Turm, wo von den versierten Gästeführerinnen auf jeder Etage sehr interessante Informationen zum Brauchtum und geschichtlichen Hintergrund der Entstehung und Pflege der Gebräuche rund um Weihnachten im letzten Jahrtausend gegeben wurden. Angefangen vom Geister vertreiben mit Räuchern, dem Brauch der „Specht”, der Anfänge des Christbaums und dem „Paradeisel”. In der obersten Etage des Turms angekommen, belohnte heißer Glühwein und adventliches Gebäck die Mühen des Aufstiegs und des sehr informativen Events. Großes Lob und Dank an die versierten Gästeführerinnen Cornelia Stahl und Christina Zapf für dieses einmalige Angebot in der Vorweihnachtszeit!
Die interessierten Teilnehmer mit Förster Pröls (rechts im Bild) (Bild: Gabi Ernst)

Mit dem Förster auf Walderkundungstour

Für den Monat November organisierte der Tourismus- und Kulturverein Wiesau eine besondere Veranstaltung. Unter der kompetenten Führung von Förster Pröls - Bay. Staatsforstenerkundeten die Teilnehmer auf dem Großensterzer Rundweg den Wald und seine Bedeutung. Die Erklärungen begannen mit einem Rückblick in die Geschichte vor über tausend Jahren, wo der Wald die lebensnotwendigen Energien für die Menschen und die Wirtschaft lieferte, anfangs zur Erzgewinnung im Bergbau und der Glasindustrie. Hier gingen damals schon vom Kloster Waldsassen Impulse aus zur Gründung von Bergwerkminen z. B. in Mähring, Waldsassen und Sulzbach Rosenberg. Damals wurden aufgrund des schnelleren Wachstums hauptsächlich Fichten gepflanzt. Später kamen dann Kiefer und Laubholz je nach Bodenqualität dazu. Aufgrund der Klimaveränderung geht man heute mehr zu einem Mischwald mit Eiche, Buche und anderen Laubhölzern über. Erstaunlich waren auch die Informationen, welche Aufgabe der Staatsforst bei der Bewirtschaftung des Waldes wahrnimmt. So gibt es verschiedene Teststreifen, die für das Wachstum und die Regulierung des Wildbestandes Auskunft geben. Auch die jährliche Holzentnahme darf nicht die Zuwachsmenge überschreiten. Neben der Wirtschaftlichkeit ist natürlich in der heutigen Zeit der Erholungswert des Waldes ein großes Thema. Neben soviel neuem Wissenswertem war dieser Ausflug Entspannung und Inspiration für Körper und Seele. Der Wald ist wirklich ein Gesundbrunnen für jede Jahreszeit. Natürlich durfte im Anschluss eine gemütliche Einkehr nicht fehlen.
Die Teilnehmer an der Radtour zur Straußenfarm (Bild: Gabi Ernst)

Interessante Radtour zur Straußenfarm Mitterhof

Die traditionelle Radtour des Tourismus- und Kulturvereins Wiesau ging diesmal in den östlichen Landkreis. Ziel war die Straußenfarm Mitterhof bei Waldsassen. 20 Radler schwangen sich bei idealem Frühlingswetter aufs Rad. Los ging die Tour vom Marktplatz Wiesau aus über Wald- und Radwege nach Mitterteich, Hofteich und Königshütte zur Klosterstadt, vorbei an der Mariengrotte, zum Ziel Mitterhof. Dort warteten schon die Hofbesitzer Kerstin und Matthias Frank auf die Gäste. In einer interessanten Führung konnte man viel über die Haltung und Eigenschaften der großen Vögel erfahren. Der nahe Kontakt mit diesen exotischen Tieren war sehr beeindruckend und lehrsam. Matthias Frank beantwortete fachkundig die vielen Fragen der Besucher. Nebenbei konnte man auch die Muttersauen der roten Mangalitzaschweine kennenlernen, die eine fast ausgestorbene Rasse der Hausschweine sind. Diese Urschweine mit hohem Speckanteil wurden früher hauptsächlich als Schmalzlieferant sehr geschätzt. Durch deren Ernährung mit Gras, Heu und Getreide haben diese ein langsameres Wachstum und sind nicht auf Gewinn optimiert, dadurch aber geschmacklich eine Besonderheit. Nach dieser beeindruckenden Führung freute man sich auf die vorzüglichen selbstgebackenen Kuchenspezialitäten im Hofcafe der Familie Frank. Gestärkt für Körper und Geist erradelten wir wieder unseren Heimatort Wiesau. Insgesamt wieder eine interessante und gelungene, ca. 45 km lange Radtour.

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