Nach fast drei Jahrzehnten engagierter Arbeit für den Erhalt regionaler Streuobstwiesen hat sich der Verein der Edelsfeldner Streuobstbauern e.V. zum 1. Juli 2025 offiziell aufgelöst. Die Entscheidung markiert das Ende eines besonderen Kapitels regionaler Umwelt- und Vereinsgeschichte – und zugleich den Beginn einer neuen Phase für das bewährte Projekt.
Gegründet wurde der Verein am 2. Oktober 1996 von Georg Schuster aus Bernricht gemeinsam mit sechs weiteren Gründungsmitgliedern. Ziel war es von Anfang an, die Pflege und den Erhalt von Streuobstwiesen in der Region zu sichern sowie hochwertige regionale Produkte zu erzeugen.
Ein Herzstück der Vereinsarbeit war die jährliche Apfelernte: Jeden September und Oktober wurden die Früchte von insgesamt 13 Streuobstwiesen gesammelt. Die Flächen und Bäume unterlagen dabei einer regelmäßigen Biokontrolle und waren entsprechend biozertifiziert – ein Qualitätsmerkmal, das den Apfelsaft der Edelsfeldner Streuobstbauern besonders auszeichnete.
Die Verarbeitung der Äpfel erfolgte zunächst bis 2010 bei Blendl Fruchtsaft in Straubing. Anschließend wurde die Pressung von der Nagler Privatkelterei aus Regensburg übernommen. Der fertige Saft war über verschiedene Verkaufsstellen in der Region erhältlich und erfreute sich großer Beliebtheit bei Liebhabern naturbelassener Produkte.
Neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit engagierte sich der Verein auch sozial: Immer wieder wurden Spenden für gemeinnützige Zwecke bereitgestellt, wodurch die Streuobstbauern weit über ihre eigentliche Arbeit hinaus Wirkung zeigten.
Trotz der Auflösung des Vereins gibt es für Freunde des regionalen Apfelsafts eine erfreuliche Nachricht: Das Projekt wird fortgeführt. Der Hutzelhof aus Weißenberg hat die Streuobstwiesen übernommen und führt die Idee in bewährter Weise weiter. Damit bleiben nicht nur der charakteristische Apfelsaft erhalten, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz und zur regionalen Identität.
Zum Abschluss spendete der Verein nochmals 1.000 Euro an die First Responder Edelsfeld, die das Geld für ihr neues Einsatzfahrzeug benötigen. Bereits zur Gründung der First Responder hatten die Streuobstbauern diese unterstützt.
So endet zwar die Geschichte eines engagierten Vereins – doch seine Werte und sein Wirken tragen weiterhin Früchte.