Unter dem Dach des Feuerwehrhauses Edelsfeld trafen sich die First Responder-Einheiten Edelsfeld, Königstein und Vorra zu einem intensiven Fortbildungsabend. Ziel war es, die Kompetenzen rund um internistische Notfälle zu vertiefen und praxisnah zu schulen.
Referenten waren die Anästhesisten Thomas Meidenbauer und Dr. Franziska Haas vom Klinikum Amberg, die zusätzlich regelmäßig Notarztdienste leisten. Sie brachten den Teilnehmern eine Fülle an spannenden und praxisnahen Inhalten näher. Im Fokus standen zentrale Themen der Notfallversorgung: Herzinfarkt – Erkennen der Red Flags, Handeln nach cABCDE und SAMPLER, Anaphylaxie – Was kann ein First Responder tun, sowie Erkrankungen der Atemwege – von typischen Symptomen bis zu Notfällen. Ein besonderer Fallbesprechung war das Verschlucken einer Knopfzelle bei einem Kind, hier wurden schnelles und korrektes Vorgehen geübt.
Im Abschluss fand ein Praxisteil statt: Maskenbeutelbeatmung und die Sicherung der Atemwege standen auf dem Programm. So konnten die Teilnehmenden ihre erlernten Fähigkeiten direkt praktisch anwenden.
Was ist ein First Responder? Der Begriff beschreibt speziell geschulte, ehrenamtliche Ersthelfer, die bei medizinischen Notfällen parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden. Sie überbrücken das sogenannte „therapiefreie Intervall“ bis zum Eintreffen von Notarzt oder Rettungswagen, was in den Regionen Edelsfeld, Königstein und Vorra auch über die gesetzliche Hilfsfrist von 12 Minuten hinausgehen kann. Zu ihren Aufgaben gehören lebensrettende Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung, das Weitergeben von Lagemeldungen an die Leistelle und das Nachfordern weiterer Rettungsmittel.
Der Abend zeigte einmal mehr, wie wichtig gut ausgebildete First Responder für eine schnelle, kompetente Notfallversorgung in der Region sind. Die Teilnehmenden zeigten sich motiviert, das Gelernte künftig in der Praxis anzuwenden und weiterzugeben.