Die neue Informationstafel am Ostrand des neuen Kreisverkehrs in Wiesau stammt aus dem Atelier des Reuther Künstlers Erwin Otte. Er war es auch, der sich das in roter Signalfarbe gehaltene Glas-Kunstwerk ausgedacht und die Ideen umgesetzt hat. Abgebildet sind die besonderen und auch nach Außen getragenen Schlaglichter der Marktgemeinde Wiesau. Das neue Kunstwerk in Fichtenschacht bildet mit dem blauen auf einem anderen Kreisel (nahe der Friedenfelser Straße) eine Einheit. Bürgermeister Toni Dutz rechtfertigte das Stelen-Duo mit dem Argument „Kunst am Bau”.
Die Enthüllung der Tafel war der Abschluss der jüngsten feierlichen Segnung und der offiziellen Verkehrsfreigabe des Kreisels im Gemeindeteil Fichtenschacht. Seit der Fertigstellung in den Adventsagen 2025 rollt der Verkehr nun deutlich zügiger als vor dem Rückbau der Ampelkreuzung und Umgestaltung, die Umleitungen notwendig machten. Aus der ehemaligen Verkehrsregelung war ein permanent fließender Knotenpunkt geworden, dessen drei Achsen dem Straßenbauamt Amberg-Sulzbach gehören. Das letzte Viertel – die Schönhaider Straße im Norden – ist Eigentum und Betreuungsgebiet des Marktes Wiesau.
Und was ist nun der Sinn dieser Tafel, die vorige Woche vom noch amtierenden Bürgermeister Toni Dutz, Erwin Otte, sowie den Markträten Michael Dutz, Oliver Sturm und Alfred Klarner enthüllt wurde? Toni Dutz erklärt das metallene Beiwerk am neuen Kreisverkehr als eine Art Service für Fußgänger, die – wenn sie vorbei kommen und stehen bleiben – mehr über Ottes vor Ort umgesetzten Ideen erfahren können. Autofahrer, dies sei sicher, bemerkte Toni Dutz, werden der Tafel wohl kaum Beachtung schenken und folglich von ihr nicht profitieren können.
Eines ist sicher und dazu braucht es keine erklärendes Schild: Die überwiegend rote kreisrunde mehrteilige Glasstelle ist nachts beleuchtet. Sie wirkt - und das war laut Erwin Otte auch mit ein Gestaltungsgrund - wie ein Signal, mit dem darauf hingewiesen wird, den Fuß vom Gas-Pedal zu nehmen.