VdK OV Königstein, Vortrag (Bild: Doris Lehnerer)

Knochenstark essen – mitten im Leben: Fachvortrag zur Ernährung ab der Lebensmitte

Wie man die Standfestigkeit des Skeletts bis ins hohe Alter bewahrt, stand im Mittelpunkt eines fundierten Fachvortrags, zu dem der VdK Ortsverband Königstein mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) geladen hatte. Unter dem Titel „Knochenstark essen – mitten im Leben“ vermittelte die Referentin, Diplom-Ökotrophologin Maria Mooshammer, praxisnahe Tipps und Empfehlungen, um die Knochendichte durch gezielte Lebensmittelauswahl zu unterstützen. Mooshammer verdeutlichte, dass die Weichen für ein stabiles Skelett bereits am Esstisch gestellt werden. Zentrales Thema war die Deckung des täglichen Bedarfs von 1.000 mg Kalzium. Die Expertin räumte dabei mit dem Vorurteil auf, dass nur Milchprodukte als Quelle dienen. Neben Käse und Joghurt seien auch pflanzliche Kraftpakete wie Brokkoli, Grünkohl und Nüsse sowie kalziumreiches Mineralwasser (> 150 mg/l) unverzichtbare Bausteine im Alltag. Doch Kalzium allein reicht nicht aus. Vitamin D wirkt wie ein ‚Türöffner‘: Ohne dieses Vitamin kann der Körper das Kalzium gar nicht erst aus dem Darm aufnehmen und in die Knochen einbauen. Da der Körper ab der Lebensmitte weniger Vitamin D durch die Sonne bilden kann, sollte man es bewusst über das Essen aufnehmen, zum Beispiel durch fetten Fisch. In Absprache mit dem Arzt können auch Tabletten sinnvoll sein. Ebenso wichtig sei hochwertiges Eiweiß zur Erhaltung der stützenden Muskulatur. Ein besonderes Augenmerk legte die Diplom-Ökotrophologin auf die sogenannten „Knochenräuber“. Zu viel Salz und Phosphate (oft in Softdrinks, Fertigprodukten) fördern die Kalziumausscheidung und schwächen die Knochensubstanz. Ihr Rat für die Küche: „Kräuter statt Salz“.Abschließend unterstrich die Referentin, dass Ernährung und Bewegung Hand in Hand gehen. Die Teilnehmer nahmen wertvolle Impulse mit, um auch in der zweiten Lebenshälfte vital und „knochenstark“ zu bleiben.
Die Teilnehmer bei der Tagesfahrt nach Augsburg. (Bild: Doris Lehnerer)

Von der Fuggerei zur Puppenkiste - VdK OV Königstein zu Gast in Augsburg

Nach Augsburg, in die Stadt der Fugger und der Puppenkiste, führte ein interessanter und abwechslungsreicher Tagesausflug des VdK Ortsverbands Königstein am vergangenen Wochenende. Vormittags Stand der Besuch der ältesten bestehenden Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei auf dem Programm. Die Gästeführer Kurt-Wolfgang Gratza und Susanne Händler nahmen die Gruppe in Empfang und begleitete diese durch die Reihenhaussiedlung. Sie berichteten über die Entstehung und Geschichte der Fuggerei, als auch über das Leben, Wohnen und Versorgen in der Fuggerei nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. Die Fuggerei bestehend aus 67 Häusern und 142 Wohnungen sowie einer eigenen Kirche, wurde im Jahr 1521 Jakob Fugger, auch im Namen seiner Brüder gestiftet. Seinerseits war die Infrastruktur mit ihrer geradlinigen Anordnung von Häusern, Wegen und Plätzen zukunftsweisend und visionär. Auch heute spürt man beim Spaziergang durch die Fuggerei diese angenehme und idyllische Atmosphäre. Aktuell leben rund 150 bedürftige Augsburger Bürger für eine Jahreskaltmiete von 0,88 € in der Siedlung. Die Nachfrage nach den Wohnungen ist deshalb verständlicherweise groß und ungebrochen. Die Bewohner müssen als Gegenleitung täglich drei Gebete, ein Vaterunser, ein Glaubensbekenntnis und ein Ave Maria, für die Stifterfamilie sprechen. Die vier kleinen Museen: Das Museum des Alltags, Das Museum der Bewohner, das Museum der Geschichte und des Wohnens und das Museum im Bunker, sowie die rekonstruierte historische Wohnung laden zum selbstständigen Erkunden der Anlage ein. Nach dem beeindruckenden Auftakt der Tagesfahrt war eine stärkende Pause willkommen. Beim Mittagessen im Ratskeller konnten es sich die Teilnehmer schmecken lassen und zugleich entspannen. Anschließend ging es mit einem Spaziergang durch die Altstadt weiter zum erfolgreichsten Puppentheatermuseum Europas, der Augsburger Puppenkiste. Die Augsburger Puppenkiste wurde 1948 von Schauspieler und Oberspielleiter Walter Oehmichen und seiner Frau Rose gegründet. Beheimatet ist die Puppenkiste seit ihrer Gründung im Augsburger Heilig-Geist-Spital. In der gut einstündigen Führung erfuhren die Ausflügler wie eine Marionette entsteht und das die Holzelemente aus Lindenholz geschnitzt werden. Zehn Baumwollfäden - Schusterzwirn - hat eine „normale” Figur. Je mehr die Puppe jedoch können soll, umso mehr Fäden und Hölzchen braucht ihr Spielkreuz. Auch durfte sich die Besuchergruppe einmal als Marionettenspieler versuchen und die Giraffe umherlaufen lassen. Für viele war die Begegnung mit alle den Figuren, wie dem Kater Mikesch, das Urmel, Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer oder Kalle Wirsch eine schöne Erinnerung an ihre Kindheit oder die ihrer Kinder und Enkel. Das Puppentheater erfreut sich noch heute einer große Bekanntheit und Beliebtheit, obwohl dieses leider nicht mehr im Deutschen Fernsehen zu sehen ist. Im Anschluss an die Kiste gönnte sich der eine oder andere noch ein Stück Kuchen oder ein Eis, um dann gemeinsam die Heimreise anzutreten.

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