Wie man die Standfestigkeit des Skeletts bis ins hohe Alter bewahrt, stand im Mittelpunkt eines fundierten Fachvortrags, zu dem der VdK Ortsverband Königstein mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) geladen hatte. Unter dem Titel „Knochenstark essen – mitten im Leben“ vermittelte die Referentin, Diplom-Ökotrophologin Maria Mooshammer, praxisnahe Tipps und Empfehlungen, um die Knochendichte durch gezielte Lebensmittelauswahl zu unterstützen. Mooshammer verdeutlichte, dass die Weichen für ein stabiles Skelett bereits am Esstisch gestellt werden. Zentrales Thema war die Deckung des täglichen Bedarfs von 1.000 mg Kalzium. Die Expertin räumte dabei mit dem Vorurteil auf, dass nur Milchprodukte als Quelle dienen. Neben Käse und Joghurt seien auch pflanzliche Kraftpakete wie Brokkoli, Grünkohl und Nüsse sowie kalziumreiches Mineralwasser (> 150 mg/l) unverzichtbare Bausteine im Alltag. Doch Kalzium allein reicht nicht aus. Vitamin D wirkt wie ein ‚Türöffner‘: Ohne dieses Vitamin kann der Körper das Kalzium gar nicht erst aus dem Darm aufnehmen und in die Knochen einbauen. Da der Körper ab der Lebensmitte weniger Vitamin D durch die Sonne bilden kann, sollte man es bewusst über das Essen aufnehmen, zum Beispiel durch fetten Fisch. In Absprache mit dem Arzt können auch Tabletten sinnvoll sein. Ebenso wichtig sei hochwertiges Eiweiß zur Erhaltung der stützenden Muskulatur. Ein besonderes Augenmerk legte die Diplom-Ökotrophologin auf die sogenannten „Knochenräuber“. Zu viel Salz und Phosphate (oft in Softdrinks, Fertigprodukten) fördern die Kalziumausscheidung und schwächen die Knochensubstanz. Ihr Rat für die Küche: „Kräuter statt Salz“.Abschließend unterstrich die Referentin, dass Ernährung und Bewegung Hand in Hand gehen. Die Teilnehmer nahmen wertvolle Impulse mit, um auch in der zweiten Lebenshälfte vital und „knochenstark“ zu bleiben.