„Vorlese-Oma” Luzie Guttenberger mit Heimbewohnern und Erstklässlern nach dem Vorlesen. (Bild: Birgit Enders)

Geschichten als Geschenk

Am dritten Freitag im November fand auch heuer wieder der Bundesweite Vorlesetag, eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, statt. Seit Jahren setzt dieser Tag ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und soll Freude am Lesen wecken, Lesekompetenz fördern und langfristig Bildungschancen eröffnen. Überall im Land verschenken ehrenamtliche Vorleser ihre Zeit und ihre Geschichten – so auch an der Trautwein-Grundschule Moosbach. In allen vier Klassen der Schule wurden an diesem besonderen Tag Bücher geöffnet und Fantasie entfaltet. Die 1. Klasse machte sich sogar auf den Weg ins benachbarte Seniorenwohnheim „Wohnen an der Wieskirche. Dort las die Bewohnerin Luzie Guttenberger den Erstklässlern und den Heimbewohnern einfühlsam vor und sorgte für viele glückliche Gesichter – ein schönes Miteinander von Jung und Alt. In der 2. Klasse übernahm die erfahrene Lesepatin Angela Selch das Vorlesen. Mit großer Begeisterung führte sie die Kinder in die Welt der Geschichten. Rita Flierl, Verwaltungsangestellte der Schule, las in der Kombiklasse 3/4 a vor und begeisterte die Schüler mit ihrer lebendigen Art. In der Klasse 3/4 b nahm sich Bürgermeister Armin Bulenda die Zeit, den Kindern vorzulesen. Die Schüler freuten sich besonders über den hohen Besuch. Der Bundesweite Vorlesetag an der Grundschule Moosbach zeigte einmal mehr, wie wertvoll gemeinsames Lesen ist – für Kinder, aber auch für die Vorleser selbst.
Kinderbuchautorin Christine Willfurth liest in der Trautwein-Grundschule Moosbach vor. (Bild: Diana Troidl)

Kinderbuchautorin liest an eigener Grundschule

Warum steht ein Kochtopf in der Aula der Trautwein-Grundschule Moosbach? Diese Frage stellten sich die Kinder der beiden Kombiklassen 3/4, als die Schriftstellerin Christine Willfurth die Schule zu einer Autorenlesung besuchte. Das Rätsel löste sich bald: Schreiben sei wie das Kochen einer Suppe im Kochtopf, erklärte die gebürtige Moosbacherin, die auch von ihrer eigenen Schulzeit an dieser Grundschule erzählte. Für beides brauche man Zutaten – beim Schreiben allerdings keine aus dem Supermarkt, sondern aus der Umgebung: Eindrücke, Beobachtungen und Erlebnisse. Aufmerksames Hinschauen, Hinhören, Riechen, Fühlen und Schmecken liefere viele Ideen, die – ähnlich wie eine Suppe – eine Weile vor sich hin köcheln müssten, bis daraus ein gutes „Produkt“ entstehe. Zur Veranschaulichung verwandelte Willfurth ihren Kochtopf nach und nach in ein lebendiges Wesen: Er bekam Augen, Ohren, Nase, Hände, einen Mund – und natürlich ein Herz, denn ohne Emotion gehe es beim Schreiben nicht. Passend zu diesem Bild las die Autorin aus ihrem Buch „Adeline und die Reimmaschine“ vor. Darin verwandelt die kleine Hexe Adeline ihren Kochtopf in einen „Kopftopf“ und erlebt zahlreiche Abenteuer. Gebannt lauschten die Mädchen und Buben, als Willfurth von Adelines erster Begegnung mit der Reimmaschine vorlas. Nun freuen sich die Kinder darauf, das Ende der Geschichte selbst zu entdecken – oder in weiteren Büchern der Autorin zu schmökern. Ein großer Dank ging an den Elternbeirat, der die Gesamtkosten der Autorenlesung übernahm.
Teilnehmer des Sponsorenlaufs der Trautwein-Grundschule Moosbach (Bild: Maria Neubauer)

Erfolgreicher Sponsorenlauf der Trautwein-Grundschule Moosbach

Beim Sponsorenlauf der Trautwein-Grundschule Moosbach drehte sich am vergangenen Freitag alles um Bewegung, Gemeinschaft und ein großes Ziel – die Aufstockung der schuleigenen Schüler-iPads für den Unterricht. Alle Schüler der Grundschule liefen mit Begeisterung bei strahlendem Sonnenschein ihre Runden um den Fußballplatz. Unterstützt wurden sie von einigen sportlichen Vorschulkindern, Lehrerinnen, der Schulleiterin Birgit Enders, dem Bürgermeister Armin Bulenda und sogar von laufbegeisterten Eltern. Insgesamt hatten die Läufer 30 Minuten Zeit, möglichst viele Runden zu sammeln. Für jede Runde winkte eine Spende von den zuvor selbst organisierten Sponsoren, darunter Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn. Auch örtliche Unternehmen und Vereine traten als Sponsoren auf. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – nicht nur finanziell. Bei bestem Wetter säumten zahlreiche Zuschauer den Platz: Von Eltern über Großeltern bis hin zu Uromas war die Schulgemeinschaft in ihrer ganzen Vielfalt vertreten. Die gute Stimmung, motivierende Zurufe und herzliche Gespräche trugen zu einem rundum gelungenen Tag bei. Ein besonderer Dank gilt der SpVgg Moosbach, die ihren Fußballplatz und das Fußballerhäusl kostenlos zur Verfügung stellte. Auch dem Elternbeirat gebührt großer Dank: Mit einem reichhaltigen Angebot an Kaffee, Kuchen, kalten Getränken und frisch gegrillten Bratwürsten sorgten sie für das leibliche Wohl der Besucher. Für die fleißigen Läufer standen kostenlose Getränke, frisches Obst sowie gesunde Brote mit Schnittlauch oder Käse bereit. „Es war einfach schön zu sehen, wie alle – von klein bis groß – zusammengeholfen haben“, freute sich die Schulleitung. Der genaue Spendenbetrag wird in den nächsten Tagen ermittelt. Doch schon jetzt steht fest: Der Sponsorenlauf hat sich gelohnt – für die Schüler, für die Schule und für die ganze Schulfamilie. Die Aktion zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Somit hat der Lauf nicht nur Bewegung in den Schulalltag gebracht, sondern auch ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Engagement gesetzt.

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