von links: Führungsgremium von der KLJB, Sonja Schwemmer vom Seelsorgebereich, Pater Markus Körber von den Comboni Missioaren, Madeleine Schaller und Thomas Looshorn vom Pfarrgemeinderat, Pater Samuel Patton.  (Bild: Herbert Ziegler)

Pfarrei Thurndorf überreicht am Neujahrsempfang eine Spende an Comboni-Missionare

Gleich am ersten Tag des neuen Jahres luden die Verantwortlichen der Pfarrei zum Neujahrsgottesdienst in die Pfarrkirche mit anschließendem Empfang im Pfarrheim. Pater Samuel Patton war es ein Anliegen an die Gläubigen, sich für eine lebendige Pfarrei zu engagieren und auch Bereitschaft zu zeigen, bei den anstehenden Wahlen zum Pfarrgemeindereit sich für eine Kandidatur bereit zu erklären. Für das weitere Betreiben eines Kindergartenbusses wies Kirchenpfleger Franz Eller auf eine notwendige Neuorganisation für einen regulären Betrieb hin. Aus diesem Grund hatten die betroffenen Eltern der Kindergartenkinder einen Verein gegründet. Auch für den Unterhalt des Pfarrheims steht man vor planerischen und finanziellen Herausforderungen. Für Pfarreien dieser Größe kann man seitens des Bistums keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stellen. Nun gilt es neue Wege zu finden, um auch weiterhin einen Mittelpunkt zur Zusammenkunft im Dorf bzw. in der Pfarrei zu haben. Bürgermeister Ewald Plössner wies auf den Umstand hin, dass er es in „seiner“ Gemeinde gleich mit zwei Bistümern zu tun habe und er darüber sehr froh sei. Das Wichtigste sei es in der politischen und kirchlichen Gemeinschaft, dass es eine gute und reibungslose Zusammenarbeit gebe, vor allem immer dann, wenn es notwendig ist. Pater Markus Körber, Leiter bzw. Prokurator der Comboni Missionare in Ellwangen, schilderte deren Arbeit im Sudan. Zum einen leiden die Menschen unter dem seit langem anhaltenden Bürgerkrieg und darüber hinaus den klimatischen Widrigkeiten. Zu allem Unglück werden die Menschen im Bezirk Fangak als „Rebellen“ und somit als Feinde eingestuft, deswegen kam es im vergangenen Frühjahr zu einem Angriff des Militärs. Daraus resultierte wiederum eine Fluchtbewegung großer Teile der Bevölkerung. Dazu gekommen sind im zentralen Afrika schwere Regenfälle hinzugekommen, woraus folgret, dass der Pegel des Nils stark angestiegen ist. Dazu kam nochein Dammbruch in dessen Folge ein größeres Wohngebiet überflutet wurde samt der dazugehörigen Missionsstation. Nach Auskunft der dortigen Behörden wird eine Rückkehr der Menschen in ihre angestammten Gebiete dieses Jahr nicht möglich sein. Durch die Überflutungen wurden die Ernten vernichtet. Aber wo es Wasser gibt, kann man auch Fischfang betreiben. Dafür werden Fischnetze und Seile benötigt. Die Comboni-Missionare wollen hier bei der Beschaffung behilflich sein. Für dieses Projekt konnten der Pfarrgemeinderat und die KLJB der Pfarrei 1300 Euro als Spende überreichen. Der Betrag konnte von beiden Gremien aus dem Erlös vom Fastenessen und dem Verkauf von Kuchentüten erzielt werden. Das Essen war von der örtlichen BRK-Gruppe zubereitet worden.
Pfarrer Helmut Süß und die Ministranten hatten die Feiernden zusammen mit der Musik beim Ein- und Auszug aus der Kirche begleitet.  (Bild: Monika Haasmann)

Feier der Jubelkommunion 2025 in Thurndorf im Wandel der Zeit

Die Pfarrei Thurndorf und auch viele andere Pfarreien luden die Gläubigen ein, deren Tag der Feier der Erstkommunion einige oder mehrere Jahrzehnte zurückliegt. So erstreckte sich der zeitliche Bogen in Thurndorf dieses mal von 25 bis 85 Jahren. Die Gläubigen mit dem jeweiligen Gedenkjahr kamen aus der Pfarrei oder auch den umliegenden Orten oder auch etwas weiter weg, wohin sie das Leben geführt hat. Pfarrer Helmut Süß, im dauernd seelsorgerisch tätig im ständig unterbrochenen Ruhestand, bezeichnete diesen Tag als kirchliche Erinnerung aus der Kindheit. Die Teilnehmer mit dem 25-jährigen, werden sagen, heute ist es in den Gottesdienstfeiern noch genauso wie damals, Volksaltar, man sitzt wie um den nach am Altar oder darum herum. Aber vor beispielsweis 75 Jahren gab es das nicht, keinen Volksaltar. Da gab es noch das sog. „Speisgitter“. Früher war die Messe ohne Kommunionempfang, und wer dies wollte, musste warten, bis der Gottesdienst beendet war, und der kam dann nach vorne, und konnte sich am besagten Speisgitter „abspeisen“ lassen. Es solle niemand mehr sagen, dass sich in der Kirche nichts ändere, so Pfarrer Helmut Süß, es gehöre eben ein langer Atem, Generation übergreifend, mit etwas Lächeln im Gesicht. Jetzt ist der Empfang keine Belohnung mehr, sondern als Stärkung für uns „Schwachen“. Helmut Süß sprach auch über den Kommunionunterricht früher Tage, und was unter dem Ausdruck „kommunionfromm“ zu verstehen sei. „Wer kommt zu wem und warum“ beim Empfang der Kommunion. Hier kann jeder jetzt sein persönliches „Jesusbild“ einfügen, so Helmut Süß. Und darüber hinaus fördert das „gemeinsame Mahl „ die Beziehung zu Gott und der Gemeinschaft mit den Gläubigen untereinander und die Freude weitergeben zu können. Der Kirchenchor sorgte für die Vervollkommnung der Jubiläumsfeier und im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto noch zu einem kleinen Plausch mit Getränken in das Pfarrheim ein.
Das erneuerte Jubiläumskreuz wird durch Erzbischof emer. Ludwig Schick im Beisein der Mitzelebranten und der Vereine geweiht und gesegnet.  (Bild: Herbert Ziegler)

Große Resonanz auf dem Kalvarienberg zur Einweihung des erneuerten Jubiläumskreuzes

Pater Samuel Patton und Kirchenpfleger Franz Eller als die verantwortlich agierenden für die Thurndorfer Pfarrgemeinde konnten als Zelebranten zum Festgottesdienst gleich drei Ehemalige in deren früheren Ämtern willkommen heißen. Neben Erzbischof emer. Ludwig Schick aus Bamberg waren auch der ehemalige Regionaldekan Josef Zerndl und der frühere Ortsgeistliche der Pfarrei Kirchenthumbach, Augustin Lobo, zur Feier auf den Kalvarienberg gekommen. Für die musikalische Gestaltung zeichneten der Kirchenchor mit Sonja Schwemmer verantwortlich sowie die Feuerwehrkapelle Thurndorf. Mit ihren Fahnenabordnungen anwesend waren die Feuerwehren aus Thurndorf und Heinersreuth. Die politische Gemeinde Kirchenthumbach kam in Person des ersten Bürgermeisters Ewald Plössner und dessen beide Vertretungen. Neben den zahlreichen Besuchern aus der Umgebung hatte auch eine Reisegruppe von Waldbesitzern aus dem Fuldaer Bereich im Rahmen einer Ausflugsfahrt auf dem Rückweg hier Halt gemacht. Denn nicht ganz zufälligerweise war Ludwig Schick in seinen Anfangsjahren als Geistlicher über 20 Jahre in der dortigen Gegend tätig. In seiner Ansprache bezeichnete Ludwig Schick das Kreuz als Aushängeschild und Markenzeichen der Christen, denn überall wo Christen hinkamen und leben ist es sichtbar. Es wurde aber immer wieder missbraucht, so der Erzbischof weiter, als Zeichen von Macht und Unterdrückung. Wenn die Menschen sprichwörtlich „zu Kreuze kriechen“ sollen, oder die Mitmenschen auf ihre Fehler festgelegt würden, ist es gleichzeitig eine Mahnung wie es nicht sein solle. Wir müssen Versöhnung und Frieden lernen. Christen stehen mit beiden Beinen auf der Erde und setzen sich für das Gemeinwohl ein. Es solle alles zur Verwirklichung humanen Lebens unter uns verwirklicht werden, im Beruf, in der Freizeit, in der Familie, in allen Bereichen des Lebens. Beispielhafte nannte Ludwig Schick die an der Feier mitwirkenden Sänger und Musiker, die Vereine, Ministranten, all das gehöre dazu. Auch die anwesenden Waldbesitzer wurden als wichtig bezeichnet zur Erhaltung der Natur. Wenn man die Kreuzesform auf das menschliche Verhalten übertrage, so denken Menschen mit verschränkten, überkreuzten Armen nur an sich. Das Kreuz ist Zeichen der Hoffnung, und wir leben in einer Zeit in der wir gesellschaftliche Herausforderungen haben und wir uns nicht zersplittern dürfen. Es müssten die Sozialsysteme erneuert werden, und das gelinge, wenn Hoffnung da sei. Man solle aber nicht passiv warten, bis etwas geschieht. Es gibt den Spruch beim Militär, wo es heißt „Freiwillige vor“. Man tritt dann zur Seite und lässt eben diese Freiwilligen vor. Das ist nicht christliches Leben. Hoffnung wird mit sich einbringen und Engagement lebendig, nicht Bedenkenträger sondern Hoffnungsträger sein. In den Dankesworten am Ende wurde auch der vorherigen Kirchenverwaltung gedacht, welche die Erneuerung des Jubiläumskreuzes auf den Weg gebracht habe. Nach dem Schlusssegen durch Erzbischof emer. Ludwig Schick gab es Gelegenheit für die Gäste sich bei Getränken und einem kleinen Imbiss über die gelungene Veranstaltung zu freuen.
Domvikar Tobias Löffler zelebriert den Eröffnungsgottesdienst und mit ihm als Mitzelebranten die Geistlichen aus dem Seelsorgebereich Auerbach-Pegnitz (Bild: Herbert Ziegler)

Gebetsreihe um geistliche Berufungen 2025 startet in der Pfarrei Thurndorf

Die Gebetsreihe im Rahmen des Weltgebetstages um geistliche Berufung startete dieses Jahr in der Thurndorfer Pfarrkirche St. Jakobus und endet Mitte Juni auf dem Auerbacher „Gottvaterberg“. Dazwischen werden unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ in den Pfarreien Auerbach, Michelfeld und Gunzendorf Andachten, eucharistische Anbetungen, Wortgottes- und Eucharistiefeiern gebetet und abgehalten. Für den Auftaktgottesdienst hatte sich Domvikar Tobias Löffler angesagt, seines Zeichens zuständig für die Berufe der Kirche und natürlich auch für Berufungen. Da hier dringender „Bedarf“ herrscht, wird seitens der Verantwortlichen und Organisatoren ein großes „Gewicht“ auf diese Gebetsreihe gelegt. Aber wie der Name Staffel schon verrät, benötigt man von allen Seiten hierbei Einfallsreichtum und zugleich einen langen Atem. Für den Auftakt waren neben Abordnungen der Ministranten aus mehreren Pfarreien des Seelsorgebereichs Auerbach-Pegnitz auch alle Geistlichen zur Konzelebration erschienen, natürlich auch Anzahl Gläubiger von überallher. Tobias Löffler zelebrierte im wahrsten Sinne des Wortes und zog alle Register, was einen katholischen Gottesdienst ausmacht. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die „Michelfelder Moila“ unter der Leitung von Sonja Schwemmer. Domvikar Tobias Schwemmer beleuchtete das Hören und die Wahrnehmung der Stimme als wichtiges Element, und die Stimme als solches zog sich wie ein roter Faden durch seine Ausführungen. Eingangs des Gottesdienstes verwies Domvikar Tobias Löffler auf Papst Leo XIV und dessen erster Satz, „der Friede sei mit euch“. Der Papst übernimmt dieses Hirtenamt, was auch ein Ergebnis des Gebets um Berufungen sei. „Die Stimme, ihre Stimme, ich werde sie nie vergessen, nicht nur was sie mir gesagt hat, vor allem, wie sie es gesagt hat, meine Großmutter“. Mit diesen Worten stieg Tobias Löffler in seine Ansprache ein. Die Art und Weise bleibt unvergesslich. Der Weltgebetstag um die geistlichen Berufungen sei ein „stimmhafter Tag“. Da hört mancher die Stimmen, von Menschen, die schon längst gestorben sind, „der Herrgott wird’s schon richten.“ Vieles Gesagte bleibt im Gedächtnis, weil es mit besonderer Stimme gesagte worden war. Hinweis auf ein Evangelium, wo es heißt, „meine Schafe hören auf meine Stimme“. Jesus gab einst bei seinem Auftrag an Petrus keine Schrift zum Lesen, sondern sagte es ihm mit seiner Stimme, was von ihm erwartet wird. „Petrus, sei du jetzt meine Stimme“. Er meinte die „Hirtenstimme“, welche bis heute nachklingt. Der Weltgebetstag sei auch eine Bitte für die Hirten, dass sie stark bleiben mögen. Ein Hang dieser Zeit sei aber, die Stimme von Jesus sei nur eine unter vielen, eine Allerweltstimme eben. Er regte aber in diesem Zusammenhang die jungen Anwesenden an, bezüglich diese Themas auch mal einen Blick in Instagram zu werfen. Es brauche wieder mehr Stimmen für den „guten Hirten, Ihre, euere Stimme“. Man solle auch auf die Stimmen von Eltern, Großeltern wahrnehmen, wo so viel Lebenserfahrung dahinter steckt. „Ich erhebe meine Stimme, stimmen Sie mit mir ein!“ hieß es am Schluss der Ansprache.

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