Die Pfarrei Thurndorf und auch viele andere Pfarreien luden die Gläubigen ein, deren Tag der Feier der Erstkommunion einige oder mehrere Jahrzehnte zurückliegt. So erstreckte sich der zeitliche Bogen in Thurndorf dieses mal von 25 bis 85 Jahren. Die Gläubigen mit dem jeweiligen Gedenkjahr kamen aus der Pfarrei oder auch den umliegenden Orten oder auch etwas weiter weg, wohin sie das Leben geführt hat. Pfarrer Helmut Süß, im dauernd seelsorgerisch tätig im ständig unterbrochenen Ruhestand, bezeichnete diesen Tag als kirchliche Erinnerung aus der Kindheit. Die Teilnehmer mit dem 25-jährigen, werden sagen, heute ist es in den Gottesdienstfeiern noch genauso wie damals, Volksaltar, man sitzt wie um den nach am Altar oder darum herum. Aber vor beispielsweis 75 Jahren gab es das nicht, keinen Volksaltar. Da gab es noch das sog. „Speisgitter“. Früher war die Messe ohne Kommunionempfang, und wer dies wollte, musste warten, bis der Gottesdienst beendet war, und der kam dann nach vorne, und konnte sich am besagten Speisgitter „abspeisen“ lassen. Es solle niemand mehr sagen, dass sich in der Kirche nichts ändere, so Pfarrer Helmut Süß, es gehöre eben ein langer Atem, Generation übergreifend, mit etwas Lächeln im Gesicht. Jetzt ist der Empfang keine Belohnung mehr, sondern als Stärkung für uns „Schwachen“. Helmut Süß sprach auch über den Kommunionunterricht früher Tage, und was unter dem Ausdruck „kommunionfromm“ zu verstehen sei. „Wer kommt zu wem und warum“ beim Empfang der Kommunion. Hier kann jeder jetzt sein persönliches „Jesusbild“ einfügen, so Helmut Süß. Und darüber hinaus fördert das „gemeinsame Mahl „ die Beziehung zu Gott und der Gemeinschaft mit den Gläubigen untereinander und die Freude weitergeben zu können. Der Kirchenchor sorgte für die Vervollkommnung der Jubiläumsfeier und im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto noch zu einem kleinen Plausch mit Getränken in das Pfarrheim ein.