Die Vortragenden, v. re. Berthold Kellner, Florian Winklmüller und Margot Konz wurden musikalisch unterstützt von Martin Betz und Anton Schmaus (Bild: Monika Beer-Helm)

Arbeitskreis Literatur lud in Mitterteich zum Treffpunkt Wirtshaus ein

Zu einer literarischen Reise mit dem Treffpunkt Wirtshaus begrüßte Karl Haberkorn im Namen des Literarischen Arbeitskreises die zahlreichen Zuhörer im vollbesetzten Mehrgenerationenhaus-Café. Im Gedenken an den im Frühjahr plötzlich verstorbenen GrenzlandschreiberInitiator Hans Lauth, der die Texte und den Ablauf dieses Abends noch akribisch vorbereitet hatte, fand diese Lesung statt. Berthold Kellner, Florian Winkelmüller und Margot Konz, die den Part von Hans Lauth übernahm, gestalteten ein kurzweiligen Abend mit lustigen, fröhlichen, aber auch nachdenklichen Texten und Gedichten. Martin Betz und Anton Schmaus sorgten für die musikalische Umrahmung mit einem Querschnitt von Wirtshausliedern. Der Bogen der Texte spannte sich von der Geschichte der Wirtshäuser im Laufe der Jahrhunderte über die Entstehung des Zoigl, der in einer Urkunde 1508 zum ersten Mal erwähnt wurde, bis zur Klage über den Verlust der Stammtischkultur. Die literarische Riese brachte auch Wirtshauszitate von Thomas Mann, Theodor Storm, Friedrich Schiller bis Ernest Hemmingway. Was so alles im Wirtshaus passiert ist, hatte Lauth an herausragenden Beispielen herausgesucht, vom Brandl-Bräu in Regensburg bis zum Steffl-Wirt in Wiesau, wo manchmal auch rauhe Sitten herrschten. Mit fröhlich stimmenden Lebensweisheiten über den Wein, das Bier und das Wasser, unter anderem von Wilhelm Busch, endete ein kurzweiliger Abend mit großem Beifall für die hervorragend vorgetragenen und präsentierten Texte.
Sabrina Müller und Harald Fleck ergänzen sich mit poetischen Texten und Liedern  (Bild: Monika Beer-Helm)

„Muss nicht großartig irgendwo hin, solange ich bei mir angekommen bin“

Der Arbeitskreis Literatur in Mitterteich lud ins fast vollbesetzte Mehrgenerationenhaus zu einer Lesung mit der Autorin Sabrina Müller ein. Sie ist aufgewachsen in Mitterteich, nun aber wohnhaft in Tirschenreuth. Sabrina Müller las ihre selbstgeschriebenen Gedichte aus ihren neuen Gedichtbänden „Wirf einen Blick drauf“ und „Spagat zwischen Himmel und Hölle“. Zusammengestellt in sechs Bereichen trug sie ihre Poesie vor, über Negatives und Positives oder Humorvolles im Leben, Natur und das Können in der Tierwelt, ebenso wie Gesellschaftskritisches. Ihre Gedichte erzählten vom Leben, über das Auf und Ab, und dass man nach jedem Fall wieder aufstehen muss. Auch die Lebens- und Selbsterfahrung, die sie dabei gewonnen hat, konnte sie schildern, die Besonderheiten und die Dinge, über die man schmunzeln kann. Die unterschiedlichen Werke zeigten einen selbst erlebten Erfahrungsreichtum, die Gedichtsprache war klar und reflektiert. Die Gedichtbände konnte man bei der Lesung erwerben oder über die Autorin (Tel. 0151 57 82 45 91) bestellen. Mit einem kräftigen Applaus wurde nicht nur die Dichterin, sondern auch der Gitarrist Harald Fleck bedacht, der die passenden poetischen Lieder zwischen den Gedichtblöcken sang. Der Arbeitskreis Literatur lädt alle Interessierten zum nächsten Treffen am 19. Mai über das Thema „80 Jahre nach Kriegsende“ wieder ins Mehrgenerationenhaus Mitterteich ein.
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