Zu einer literarischen Reise mit dem Treffpunkt Wirtshaus begrüßte Karl Haberkorn im Namen des Literarischen Arbeitskreises die zahlreichen Zuhörer im vollbesetzten Mehrgenerationenhaus-Café. Im Gedenken an den im Frühjahr plötzlich verstorbenen GrenzlandschreiberInitiator Hans Lauth, der die Texte und den Ablauf dieses Abends noch akribisch vorbereitet hatte, fand diese Lesung statt. Berthold Kellner, Florian Winkelmüller und Margot Konz, die den Part von Hans Lauth übernahm, gestalteten ein kurzweiligen Abend mit lustigen, fröhlichen, aber auch nachdenklichen Texten und Gedichten. Martin Betz und Anton Schmaus sorgten für die musikalische Umrahmung mit einem Querschnitt von Wirtshausliedern. Der Bogen der Texte spannte sich von der Geschichte der Wirtshäuser im Laufe der Jahrhunderte über die Entstehung des Zoigl, der in einer Urkunde 1508 zum ersten Mal erwähnt wurde, bis zur Klage über den Verlust der Stammtischkultur. Die literarische Riese brachte auch Wirtshauszitate von Thomas Mann, Theodor Storm, Friedrich Schiller bis Ernest Hemmingway. Was so alles im Wirtshaus passiert ist, hatte Lauth an herausragenden Beispielen herausgesucht, vom Brandl-Bräu in Regensburg bis zum Steffl-Wirt in Wiesau, wo manchmal auch rauhe Sitten herrschten. Mit fröhlich stimmenden Lebensweisheiten über den Wein, das Bier und das Wasser, unter anderem von Wilhelm Busch, endete ein kurzweiliger Abend mit großem Beifall für die hervorragend vorgetragenen und präsentierten Texte.