Die Fragen der interessierten Besucher konnte Archivar Gotthard Kemmether anhand geeignete Dokumente kompetent beantworten. (Bild: Walter Elberskirch)

Der Männerverein im Stadtarchiv – ein spannender Einblick in die Geschichte der Stadt Nabburg

Beim Durchgang durch die Räume des Stadtarchivs in Nabburg überrascht die Besucher erstmal die Fülle der gelagerten Zeugnisse über die Vergangenheit der Kommune. In zahlreichen Regalen sind die meist in gebundener Form aufbewahrten Unterlagen aufgereiht. Auf den ersten Blick ein nüchterner und fast beklemmender Eindruck. Erst die Ausführungen des Stadtarchivars Gotthard Kemmether bringen allmählich Licht in dieses vermeintliche Dunkel. Zuerst erklärt er das Wesen und den Sinn eines Archivs, um dann über die Tätigkeit und die Aufgaben eines Archivars zu sprechen. Dabei geht es um die Sicherung und Auswertung von Unterlagen mit einem bleibenden rechtlichen und historischen Wert. So findet man die Beschlüsse des Stadtrats der letzten Jahrhunderte sowie Verwaltungsvorschriften und Verwaltungsakten seit dem Jahr 1474. Beispielhaft zitiert er aus dem Ratsprotokoll von 1592 die Vorgänge um die Ermordung des calvinistischen Geistlichen Sebastian Braitschedell, die mit dem Verlust zahlreicher Privilegien verbunden waren und die Bedeutung Nabburgs nachhaltig schwächten. Eine Urkunde bestätigt den Kauf eines Hauses mit Garten „im Sack“ (Sackwebergasse) durch den Pfarrer Ködnit im Jahre 1558. Die „Pappenheimer“ – ein Zusammenschluss zugezogener Verwaltungsangestellter des Jahres 1855 – gelten als erster gegründeter Verein Nabburgs (außer dem Schützenverein). Weitere Zeugnisse aus der Vergangenheit ermöglichten immer mehr, in die frühe Welt Nabburgs einzutauchen. Vielfältige Fragen der interessierten Besucher konnte Herr Kemmether durch geeignete Quellen kompetent beantworten.
Der Nabburger Männerchor unter Leitung von Wulf-Dieter Hörmann gestaltete in der Prüfinger Klosterkirche mit der Waldlermesse den Gottesdienst (Bild: Bernd Hofmann)

Vereinsausflug des Männergesangsvereins Nabburg

Der Vereinsausflug des Männergesangsvereins Nabburg führte diesmal nach Regensburg und Kelheim. Vorausgegangen war eine Einladung von Frau Luise Gietl-Rauch zur jährlich stattfindenden Messe für die verstorbenen Mitglieder der Oberpfälzer Volksmusikfreunde e.V. Rechtzeitig trafen die über 35 Teilnehmer in St. Bonifaz /Prüfening ein und Vorstand Gotthard Kemmether und die Sangesfreunde wurden herzlich von Pfarrer Martin Stampfhuber begrüßt. Um 9 Uhr fand die Messe in der vollbesetzten Kirche statt und der Chor sang auf ausdrücklichen Wunsch der Volksmusikfreunde unter Leitung von Wulf-Dieter Hörmann die Waldlermesse, die von Monika Beyer (Zither) und Maria Spitzhirn (Hackbrett) wunderschön begleitet wurde. Mit herzlichem Applaus bedankten sich am Schluss alle Kirchenbesucher. Danach gab es von Frau Hertha Zitzler noch eine 1-stündige interessante Kirchführung und dabei wurden auch Verbindungen zum Karner in Perschen aufgezeigt. Nach einem kräftigen Mittagessen im Weißen Lamm in Kelheim ging es nachmittags zur Befreiungshalle. Da die Schifffahrt nach Kloster Weltenburg wegen Niedrigwasser nicht stattfinden konnte verlängerte man diesen Programmpunkt an der Befreiungshalle und kehrte etwas früher zum geselligen Abschluss auf den Adlersberg ein. Es war wieder ein gelungener Vereinsausflug, der mit der Waldlermesse in der Prüfeninger Klosterkirche einen würdigen und allseits anerkannten Verlauf nahm.
Zusammen mit Präses Pfarrer Hannes Lorenz (rechts hinten) überreichte Vorsitzender Walter Elberskirch (3. von links) in dankbarer Anerkennung die Ehrenurkunden des Landesverbandes Bayern an langjährige Mitglieder des Männervereins „St. Josef“ Nabburg. (Bild: Sepp Ferstl)

Zahlreiche Ehrungen beim Kath. Männerverein „St. Josef „ Nabburg - neues Programm steht

Der erste Kreuzweg am Anfang der Fastenzeit in der Pfarrkirche bildete den Auftakt zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Katholischen Männerverein St. Josef Nabburg im Jugendwerk. Nach der Genehmigung der Tagesordnung eröffnete Vorsitzender Walter Elberskirch die mit dem „Lieblingsgebet“ von Pater Rupert Mayer. In seiner Rückschau auf 2025, unterlegt mit Bildern, freute er sich, dass die vielfältigen und ansprechenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr von vielen Teilnehmern und von der Gesamtbevölkerung angenommen wurden. Die Angebote stießen stets auf ein sehr positives Echo und trugen mit dazu bei, den Verein nach außen gut zu präsentieren. Der Mitgliederstand konnte trotz schmerzlicher Verluste durch Todesfälle gut ausgeglichen werden durch 20 Neuzugänge. Aktuell zählt der Verein 234 Mitglieder. Präses Pfarrer Hannes Lorenz zollte den Männern in seinem Grußwort Lob und Anerkennung für die mutige Entscheidung das 125jährig Gründungsfest gebührend zu feiern. „Es war sehr es viel los und es ist alles guat ganga!“ Er ermutigte alle, jetzt die neu entdeckten vorhandenen Talente nicht zu vergraben, sondern sie weiter zu nutzen und zu versuchen sie zu verdoppeln. Der Geistliche dankte den Männern für das Vorbild im Glauben und das vorbildliche Mitmachen bei allen kirchlichen Festen im Jahreskreis. Anerkennende Worte fand auch 2. Bürgermeisterin Irene Ehemann. Ihr Grußwort stellte sie auf das Engagement im Ehrenamt ab und dankte für das wertvolle Mitgestalten des kulturellen Lebens in der Stadt Nabburg. Das neue Halbjahresprogramm ist in Druck. Es umfasst wiederum die unterschiedlichsten Veranstaltungen und Ereignisse zu denen auch Freunde und Bekannte eingeladen und darüber hinaus Frauen gleichermaßen willkommen sind. Vorab: der traditionelle Männereinkehrtag wird dieses Jahr am Sonntag, 8. März vormittags stattfinden. Ein interessanter Abend verspricht der 14. April zu sein mit einem Vortrag von Alexander Dewes: „Melodien, die Geschichte schrieben“. Für das zweite Halbjahr sollen erstmals und gezielt Veranstaltungen für die „junge Generation“ angeboten werden. Dazu hofft die Vorstandschaft auf Vorschläge aus den Reihen der „Newcomer“. Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen würdigte Vorsitzender Elberskirch die langjährige Treue zahlreicher Männer. Zusammen mit Präses Pfarrer Hannes Lorenz überreichte er in dankbarer Anerkennung Urkunden des Landesverbandes: für 25 Jahre Mitgliedschaft an Ram Sebastian, Ringlstetter Armin, Heller Jakob, Götz Markus, Radlböck Wilhelm und für vier Jahrzehnte an Dotzler Franz, Gietl Hans, Götz Albert, Kleber Johann, Reitinger Herbert, Schärtl Armin, Reisner Karl-Ludwig, Dobler Johann, Stöckl Willibald, Scharf Josef, Hösl Karl, Irlbacher Richard, Kirchhofer Georg und Schopper Anton. Bereits 60 Jahre unterstützen den Verein Matthias Irlbacher und Johann Scheibinger.
Das Benefizkonzert des Reservistenmusikzug Oberpfalz erbrachte ein Ergebnis von 2500 Euro. Walter Elberskirch überreichte den Erlös an Pfarrer Hannes Lorenz zur Verwendung für die Kirchenrenovierung. (Bild: Sepp Ferstl)

Männerverein St. Josef zieht Positive Bilanz des ereignisreichen Jubiläumsjahres

Der Katholische Männerverein St. Josef Nabburg rundete das 125-jährige Jubiläum mit einer Adventsfeier ab. Diese begann mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche. Anschließend wurde im Jugendwerk das vergangene Festjahr noch einmal in Erinnerung gebracht. Vorsitzender Walter Elberskirch verwies in seiner Rückschau auf die zahlreichen Veranstaltungen, die von den Mitgliedern sowie auch der Bevölkerung allesamt sehr gut angenommen wurden. Das vielfältige und ansprechende Jahresprogramm - die Vorträge renommierter Referenten über Künstliche Intelligenz oder Umbrüche in der Kirche, ein kurzweiliger Unterhaltungsabend mit dem Humoristen „Bäff”, die Besichtigung kultureller Perlen der Oberpfalz, ein Bier-Tasting mit einem Biersommelier, der Festgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und der wirklich nicht alltägliche Oldtimerkonvoi durch Nabburgs Altstadt sowie ein fulminantes Benefizkonzert in der Nordgauhalle – erwies sich als Garant des Erfolgs. Das von den Teilnehmenden, von vielen Mitbürgern und auch von auswärtigen Gästen erhaltene positive Feedback ist für den Verein Ansporn, nicht nur für die Mitglieder, sondern auch für alle Interessierten weiter künftig tätig zu sein. Präses Pfarrer Hannes Lorenz danke in seinem adventlichen Grußwort für das vorbildliche Engagement in der Pfarrei und gratulierte den Männern zu der mutigen Entscheidung ein Ganzjahres-Jubiläumsprogramm dieses Umfangs durchzuführen. Er wünscht dem Verein, dass das Festmotto „Mit Volldampf in die Zukunft” weitergelebt wird und sich im Jahresprogramm 2026 neben den traditionellen kirchlichen Anlässen auch wieder interessante weltliche Veranstaltungen finden mögen. Nach einem kleinen Imbiss erinnerte ein Bilderrückblick noch einmal an die Höhepunkte des Jubiläumsjahres. Im Anschluss überreichte Vorsitzender Elberskirch den Erlös von 2500 Euro aus dem Benefizkonzert an Pfarrer Hannes Lorenz für die anstehende Kirchenrenovierung.
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