Gemeinsam fertigen die Frauen des Vereins in Neunaigen die traditionellen Palmbuschen für den Palmsonntag (Bild: Maria Treiber)

Palmbüschelbinden in Neunaigen verbindet Brauchtum und Gemeinschaft

Eine langjährige Tradition wurde auch heuer wieder in Neunaigen gepflegt: Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein lud zum gemeinsamen Palmbüschelbinden am Vereinszentrum ein. Besonders engagiert beteiligten sich zahlreiche weibliche Vereinsmitglieder an der Aktion. Auf den vorbereiteten Tischen lagen Buchs, Weidenkätzchen, Scheinzypresse und weitere Naturmaterialien bereit, aus denen die traditionellen Palmbuschen gebunden wurden. Mit viel Geschick und Geduld entstanden dabei zahlreiche kunstvolle Büschel, die Kreativität der Teilnehmer widerspiegelten. Neben der handwerklichen Tätigkeit stand vor allem das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. In angenehmer Atmosphäre wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch Wissen über die Bedeutung und Herstellung der Palmbuschen weitergegeben. Die Palmbuschen haben ihren festen Platz im kirchlichen Jahreskreis und erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem. In Neunaigen werden die gebundenen Palmbüschel traditionell vor dem Palmsonntagsgottesdienst gegen eine Spende abgegeben. Der Erlös kommt der Kirche für den Blumenschmuck sowie der Jugendarbeit des Gartenbauvereins zugute. Mit dieser gelungenen Veranstaltung zeigt der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein einmal mehr, wie wichtig die Pflege von Traditionen für das gesellschaftliche Leben im Ort ist. Das Palmbüschelbinden stärkt nicht nur das Bewusstsein für das kulturelle Erbe, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft.
Aus Naturmaterialien und Goldfarbe entsteht viel Dekoratives für die Weihnachtszeit (Bild: Maria Treiber)

Weihnachtlicher Bastelabend in Neunaigen

Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Neunaigen hatte zu einem Bastelabend eingeladen. Unter dem Motto „Goldene Weihnachten” entstanden aus Naturmaterialien und Goldfarbe verschiedene Dekoartikel für das eigene Zuhause oder zum Verschenken: Aus Haselzweigen, Holzkugel, Papier, Federn und etwas Goldfarbe wurde ein Chor aus vielen kleinen Holzengeln gestaltet und entweder als Tischdekoration auf einem Teller angerichtet oder als Accessoire für einen Tür- oder Wandkranz aus Moos verwendet. Auch das Blattgerippe der Ahornblätter, die bereits im Vorfeld mit Natron ausgekocht und getrocknet worden waren, wurde mit Goldfarbe zu einer filigranen Schönheit. Die vergoldeten Blätter konnten dann als Wand- oder Fensterdekoration an einem Naturkranz befestigt werden. Nachdem ein Band befestigt war, konnte der Kranz aufgehängt werden. Als Drittes wurden verschiedene Vorlagen (Sterne, Schaukelpferd, Mond, Gänse) mit Hilfe von Transparentpapier durchgepaust, auf eine goldfarbene Prägefolie übertragen und ausgeschnitten. Anschließend wurden mit einer Nadel oder einem Stift die Details in die Folie geprägt. Im Anschluss wurde ein Stück Garn zu einer Schlaufe gelegt und mit der Folie verklebt. Nach dem Trocknen waren die Anhänger für den Adventsstrauß oder den Weihnachtsbaum fertig gestellt. Traditionell übernimmt der Gartenbauverein den Bankschmuck für die weihnachtlich geschmückte Kirche. Dafür wurden an diesem Abend erste Vorbereitungen getroffen und Sterne aus Goldfolie hergestellt. Bei Glühwein, Punsch und Plätzchen blieb aber genug Zeit sich zu unterhalten.
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