„Anderswo” lautet der Titel der Ausstellung, die die Gestalter der FOS/BOS Weiden im Kunstverein präsentieren. (Bild: Silke Winkler)

FOS-Gestalter eröffnen neue Welten im Kunstverein

Knopf drücken. Die Realität verschwindet. Ein Rendezvous mit einer anderen Welt beginnt. Nicht hier. Nicht jetzt. Sondern anderswo. Genau dorthin entführten die Gestalter der FOS/BOS Weiden rund 120 Besucher im Kunstverein. Die Werke fernab der Realität stießen bei der Vernissage auf große Begeisterung. Bereits die Eröffnung der Ausstellung „Anderswo” war ein großer Erfolg: Der Andrang war groß, die Kunstwerke wurden gefeiert – und das zu Recht. Sechs Wochen lang haben sich 53 Gestalter der 12. Jahrgangsstufe einem „Anderswo” angenähert, es imaginiert, konstruiert und hinterfragt. Das Resultat: Virtuelle Parallelwelten treffen auf nostalgische Sehnsuchtsorte, fragile Rückzugsräume auf Gegenentwürfe zur Realität. Diese inhaltliche Offenheit spiegelt sich auch formal wider. Neben Gemälden, Zeichnungen, Filmen und Fotografien entstanden Skulpturen und Objekte, die den Kunstverein in einen Raum zwischen Wirklichkeit und Transformation verwandelten. Dass der Kunstverein selbst bereits ein Paralleluniversum bildet, machte der Vorsitzende Wolfgang Herzer in seiner Ansprache deutlich. Seine zwischen tiefgründig und absurd pendelnde Rede quittierten die Schüler mit großem Applaus. Schulleiterin Gabriele Dill lobte das große Engagement der Gestalter: „Mit beeindruckender künstlerischer Qualität haben Sie eine Ausstellung geschaffen, die weit über das schulische Niveau hinausgeht.” Für die musikalischen Klänge des Abends sorgten Kyra Eckl, Quentin Probst und Julian Sixta. Zum Abschluss der Eröffnung prämierte die Jury, bestehend aus Ulrike Feth, Johannes Listewnik und Silke Winkler, die besten Werke. Hildegard Ziegler, Vorsitzende des FOS/BOS-Fördervereins, überreichte Geldpreise an Sophie Halscheidt (1. Platz), Alexandra Archipov (2. Platz) sowie Elsa Bäumler und Lina Landgraf (3. Platz). Das Ausstellungsprojekt entstand unter der Regie der Kunsterzieher Gabi Busch, Jochen Lüftl und Stefanie Ziegler.
23 ehemalige Absolventen der FOS/BOS Weiden kehrten gerne an ihre Schule zurück, um die künftigen Abiturienten über ihre Studienerfahrungen zu informieren. (Bild: Silke Winkler)

FOS/BOS-Abiturient trifft FOS/BOS-Absolvent: Ehemalige Schüler als Studienberater

Vom Wissen und den Erfahrungen ehemaliger Schüler profitieren – unter diesem Motto fand auch in diesem Schuljahr der legendäre Netzwerktag an der FOS/BOS Weiden statt. Um sich mit den Schülern der 13. Jahrgangsstufe über die im Studium gesammelten Erfahrungen auszutauschen, reisten 23 ehemalige Abiturienten aus ganz Deutschland an. Das dabei vermittelte Wissen kommt den künftigen Abiturienten der Weidener Fach- und Berufsoberschule zugute. Denn das, was die jungen Leute zu berichten haben, lässt sich in keinem Buch nachlesen. Neben wertvollen Insidertipps und Kontaktadressen informierten die ehemaligen Abiturienten die Schüler der 13. Klassen über Inhalte und Anforderungen ihrer Studiengänge. Die Vorträge deckten ein breites Spektrum ab: von Lehramt, Jura und Medizin über Mathematik und Betriebswirtschaftslehre bis hin zu Architektur und Game Design. Zudem machten die Referenten den angehenden Abiturienten Mut für das Studium und betonten immer wieder, dass die FOS/BOS Weiden sie bestens auf ihre Studiengänge vorbereitet habe. Nach der dreistündigen Studienberatung der etwas anderen Art dankte Schulleiterin Gabriele Dill allen Beteiligten: „Ihr positives Feedback und Ihr Erfolg im Studium sind der Beweis, dass Sie bei uns eine sehr gute Ausbildung genossen haben.“ Die Organisation des Netzwerktags übernahmen Beratungslehrerin Stefanie Barnutz und Christoph Rosenberger, der die Veranstaltung vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat.
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