Was passiert, wenn ein Traum zu einem Baum mutiert? Eine originelle Antwort auf diese Frage brachte das Schauspielensemble der FOS/BOS Weiden auf die Bühne. 13 junge Darsteller brillierten in einer skurrilen Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“.
Dem Publikum hat es gefallen: Mit langanhaltendem Applaus quittierten die zahlreichen Besucher die schauspielerische Leistung der Schüler – und das zu Recht. An zwei Abenden boten die jungen Darsteller unterhaltsames Theater. Keine leichte Aufgabe, denn das Stück, das sie in der Aula der FOS/BOS auf die Bühne brachten, war alles andere als leicht verständlich.
Ausgangspunkt der Inszenierung war ein Versprecher, der aus dem „Sommernachtstraum“ einen „Sommernachtsbaum“ machte. Aus diesem sprachlichen Zufall heraus entwickelte das Schauspielensemble unter der Leitung von Kristin Stahl-Grüneich und David Steeger die Idee zu einer Neuinterpretation der weltberühmten Komödie, die von einem turbulenten Liebeswirrwarr in einem magischen Wald erzählt. Der Ort wurde – dem Versprecher entsprechend – zum Protagonisten.
Als Bäume des magischen Waldes beobachteten die Darsteller das Geschehen bei Shakespeare, kommentierten es und interpretierten es auf ihre eigene Weise. Dazwischen spielten sie Szenen aus dem Original und bedienten sich dabei der von der Decke hängenden Requisiten.
Die Darsteller fühlten sich in ihren ständig wechselnden Rollen sichtlich wohl. Mit großer Spielfreude und feinem Humor ließen die Schüler die Bäume lebendig werden. Ihre stark vermenschlichten Eigenschaften brachten das Publikum immer wieder zum Lachen. Auf der Bühne spielten: Corinna Dillinger, Niklas Harper, Kayla Laidley, Sophia Nefe, Korbinian Patterer, Franziska Porkert, Miriam Straub, Semen Timorevsky, Ieva Vaitkeviciute, Andreas Wagner, Elina Wachtmann, Aiden Williams und Lara Yerlikaya.