Theresa Bauer, die Vorsitzende der Blaskapelle, dankte den musikalischen Leitern mit einem kleinen Präsent, Susanne Hutzler (Jugendblaskapelle) und Sebastian und Thomas Kunschir (Gesamtkapelle) von links. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Blaskapelle Kunschir blickte zurück und schaute voraus

Wie immer begann auch heuer die Jahreshauptversammlung der Blaskapelle Kunschir mit einem musikalischen Auftakt. Vorsitzende Theresa Bauer begrüßte die Mitglieder, ihr besonderer Gruß galt Bürgermeisterin Sonja Meier, Ehrenbürger Hans Bock, Ehrenvorstand Eduard Kunschir, Ehrenschriftführerin Maria Kunschir, Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Joseph Ferstl sen. und dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Ferdinand Münch. Nach dem Totengedenken erfolgten die Berichte. Theresa Bauer ließ das Jahr 2025 noch einmal Revue passieren. Der Verein zählt 320 Mitglieder, von den 77 Aktiven sind noch 30 in Ausbildung. Neben den alljährlichen Auftritten kamen noch die Umrahmung des Florianstages und die Beisetzung von Ehrenmitglied Johann Sailer, die Schneeberger Kirwa, das Bürgerfest und die Sommernachtsserenade dazu. Ein Highlight war die Verleihung des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an Eduard und Maria Kunschir. In seinem Bericht ging Michael Simbeck auf die nicht aktiven musikalischen Termine ein. Dies waren Besuche von Konzerten und Veranstaltungen der Ortsvereine, der Bayerische Abend, der Kinderfasching, „Winklarn Open Air“, der voradventliche Markt, die Nikolausbesuche und die zahlreichen Vorstandssitzungen. Dirigent Sebastian Kunschir berichtete von 37 Proben der Gesamtkapelle mit einem guten Besuch von 88 %. Für die nächsten Wochen stehen noch wichtige Proben für das Heimatfest Ende Mai und das Bezirksmusikfest in Winklarn NÖ an, kündigte er an. Susanne Hutzler, als Leiterin der Jugendblaskapelle, sprach von einem erfolgreichen Jahr 2025. Sie nannte folgende öffentliche Auftritte: Vorspielnachmittag, „Winklarn Open Air“, Bürgerfest, 100-jähriges Jubiläum des OGV, voradventlicher Markt und Anspielen der Christmette. Die Einnahmen und Ausgaben listete Kassierin Regina Hildebrand sehr detailliert auf. Die Vorsitzende blickte auch schon auf die wichtigsten Termine im Jahr 2026. Das sind der Florianstag in Pondorf, das 5-tägige Heimatfest mit Kreismusikfest und großem Standkonzert am Marktplatz, das 50-jährige Kindergartenjubiläum, das Bezirksmusikfest in Winklarn NÖ und einige Festzüge. Mit dem „Fliegermarsch“ endete die Versammlung musikalisch.
Die Jungmusiker mit Herrmann Lößl, Tobias Zeitler, Theresa Bauer, Susanne Hutzler und Kapellmeister Sebastian Kunschir (von links). (Bild: Annemarie Mösbauer)

Jungmusiker der Blaskapelle Kunschir bestanden Prüfungen

Im vergangenen Jahr bestanden wieder sieben Musikschüler die D1 Prüfung und einer sogar die D2 Prüfung. Zu diesen Leistungen und damit zum Einstieg in die große Kapelle gratulierte ihnen die Vorsitzende Theresa Bauer. Nach der Ausbildung durch Herrmann Lößl (Klarinette und Altsaxophon), Susanne Hutzler (Querflöte), Tobias Zeitler (Flügelhorn, Tenorhorn und Trompete) und Michael Niebauer (Schlagzeug) schafften folgende Schüler im Frühjahr die Prüfung: Nele Herdegen (Querflöte), Daniel Kiener (Altsaxophon), Nico Lingl (Schlagzeug), Anna Pregler (Flügelhorn) und Theresa Wutz (Klarinette). Leonard Kunschir meisterte an einem Tag sogar zwei Prüfungen, Schlagzeug und Tenorhorn. Bei den Herbstprüfungen bestand Nico Lingl auch die D1 Prüfung für sein zweites Instrument, das Tenorhorn. Bei Jannik Bücherl ging es noch weiter, er bestand die D2 Prüfung auf der Trompete. Diese Leistungen zeigten die Jugendlichen auch beim kleinen Konzert der Jugendblaskapelle, unter Leitung von Susanne Hutzler. Schmissig eröffnet wurde der musikalische Reigen mit der Filmmusik zu „Star wars“. Es folgten alle neuen Musikstücke, die seit dem letzten Vorspielabend eingeübt wurden. Als Vorbereitung auf die große Kapelle stand auch der Marsch „In Harmonie vereint“ mit auf dem Programm. Ein Medley durfte natürlich nicht fehlen. Viele Highlights von ABBA brauchten die Musiker dabei zu Gehör. Auch gesanglich war etwas geboten. Mit „All I want for Christmas“ sang sich Luisa Kunschir so richtig in die Herzen der Zuhörer. Rockig wurde es mit dem Lied „Highway to Hell“, das Luisa Kunschir und Martin Gersing zum Abschluss noch zum Besten gaben. Als Zugabe erfreute der Marsch „Schwarzer Grat“ die Herzen der Blasmusikfreunde. Nicht nur musikalisch war etwas geboten, auch für das leibliche Wohl war mit einem großen Kuchenbuffet, Kaffee, belegten Broten und Kaltgetränken bestens gesorgt.
Die jungen Musiker mit ihren Ausbildern und der Vorsitzenden Theresa Bauer (rechts) (Bild: Annemarie Mösbauer)

Bei der Blaskapelle Kunschir zeigten die Jüngsten ihr Können

Beim Vorspielnachmittag begrüßte die Vorsitzende Theresa Bauer neben den Nachwuchsmusikern mit ihren Ausbildern auch Bürgermeisterin Sonja Meier, Ehrenmitglied Hans Bock und natürlich die Eltern, Geschwister und Großeltern, die gespannt dem oft ersten Auftritt der jungen Musiker entgegenfieberten. Herrmann Lößl, Ausbilder für Blockflöte, Saxophon und Klarinette, stellte seine Schüler vor. Jeder von ihnen präsentierte ein oder zwei Stücke. Dies waren: Jonas Biegerl, Sina Dirscherl, Jannes Eibl und Xaver Hutzler (Blockflöte), Eva Back und Anna Höcherl (beide Saxophon), Anna Käsbauer, Jana Lingl und Leo Wutz (Klarinette). Tobias Zeitler, zuständig für das hohe und tiefe Blech, präsentierte seine Jungmusikanten: Elias Biegerl, Nora Herdegen und Tina Sorgenfrei (Trompete), Heidi Bauer, Jonas Killermann, Leonard Kunschir und Nico Lingl (Tenorhorn) und Alois Bauer (Tuba). Unter Anleitung von Susanne Hutzler zeigten Nele Herdegen und Laura Sorgenfrei ihr Können auf der Querflöte. Leonard Kunschir und Nico Lingl, ausgebildet von Michael Niebauer, brachten am Schlagzeug viel Rhythmusgefühl zu Gehör. Die jungen Musiker spielen zum Teil erst seit vier Monaten, andere dagegen stehen schon kurz vor der D1 Prüfung. Daher auch die Auswahl der Vortragsstücke, von einfachen Kinderliedern über Filmmelodien bis hin zu Werken von bekannten Komponisten. Mit langanhaltendem Applaus belohnten die Zuhörer die musikalischen Leistungen der Jungmusiker. Auch Vorsitzende Theresa Bauer verteilte viele lobende Worte und fasste zusammen: „Das zeigt, wie unsere Kapelle für die Zukunft aufgestellt ist“.
Bauer Gustl mit seiner Roswitha löste die Verständigungsprobleme. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Kleines Oktoberfest in Winklarn

Wie auf dem Oktoberfest fühlten sich die Gäste beim Bayerischen Abend der Blaskapelle Kunschir im Pfarrsaal in Winklarn, jedoch mit familienfreundlichen Preisen. Neben den zahlreichen Gästen konnte Vorsitzende Theresa Bauer auch Bürgermeisterin Sonja Meier, Ehrenmitglied Hans Bock, Ehrenvorstand Eduard Kunschir, Ehrenschriftführerin Maria Kunschir und natürlich die Kapelle „Hollastauan Brass“ begrüßen. Bereits von 1996 bis 2010 fanden regelmäßig Bayerische Abende statt. Der Wunsch nach einer Wiederholung wurde erfüllt. Die Aktiven scheuten keine Mühen einen richtig echten Bayerischen Abend zu gestalten. Das begann schon mit Originalbierbänken als Bestuhlung und einer einfallsreichen Saaldekoration. Auch echt bayerisch war das Angebot aus der Küche und süffigen Fassbier. Das Blechbläserquartett aus dem Bayerwald unterhielten die Gäste mit bayerisch-böhmischer Blasmusik. Während des ganzen Abends konnten die Besucher, ob klein oder groß ihre Geschicklichkeit beim Prömpelwettbewerb zeigen. Innerhalb von acht Sekunden mussten Bügelverschlüsse auf Bierflaschen platziert werden. Je nach Lage gab es 1, 2 oder 3 Punkte. Eine exzellente schauspielerische Einlage strapazierte die Lachmuskel der Gäste. Vier nicht bayerische Wanderinnen besuchten Bauer Gustl mit seiner Kuh Roswitha. Doch bei der Verständigung traten große Probleme auf. KI sollte helfen, aber weit gefehlt. Gustl selbst fand die Lösung, ein bayerischer Trachthut für jede löste alle Sprachprobleme. Durch das Blasen des verbotenen Horns erweckten die Urlauberinnen jedoch den Altweibergesangsverein aus der Versenkung und das brauchte so manche Überraschung. Den Prömpelwettbewerb gewann Regina Hildebrand mit 26 Punkten. Alle waren sich einig, ob Besucher oder Veranstalter: Das war ein schöner und gelungener Abend, der nach Wiederholung ruft. Vorsitzende Theresa Bauer dankte allen, den Besuchern für ihr Kommen und den Mitgliedern der Blaskapelle für ihre Arbeit und ihren Einsatz, denn nur gemeinsam kann so etwas gelingen.
Die junge Vorstandschaft blickte zurück und voraus: Lena Borowski, Schriftführerin Katharina Kunschir-Janner, 1.Vorstand Theresa Bauer, Kassier Regina Hildebrand und 3. Vorstand Michael Simbeck (Bild: Annemarie Mösbauer)

Blaskapelle Kunschir blickt zurück und voraus

Mit schmissigen Weisen eröffnete die Blaskapelle Kunschir ihre Jahreshauptversammlung. Vorstand Theresa Bauer begrüßte die aktiven und passiven Mitglieder, ihr besonderer Gruß galt Bürgermeisterin Sonja Meier, Ehrenmitglied Hans Bock, Ehrenvorstand Eduard Kunschir und Ehrenschriftführerin Maria Kunschir. Nach dem Totengedenken für die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Johann Karl, Siegfried Fichtinger, Berta Fuchs und Helmut Vogl stellte sie den Verein vor und ließ das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Der Verein zählt momentan 327 Mitglieder, davon 80 Aktive. Sie berichtete von zahlreichen Terminen, 33 musikalische Einsätze, 38 Vorstandssitzungen, 14 Veranstaltungen zum Teil überregional und den zahlreichen Proben. Zur Umrahmung von kirchlichen und weltlichen Feiern kamen noch die Gestaltung des Patenbittens, des Florianstages, der Schneeberger Kirwa, einer Hochzeit, der verschiedenen Festivitäten auf dem Marktplatz und die Teilnahme an Gemeinschaftskonzerten. Die Kapelle hat einige Leihinstrumenten angekauft, die von Blasmusikinteressierten gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen und ausprobiert werden können. Lena Borowski berichtete von der eigenen Homepage und den verschiedenen Aktivitäten der Jugendblaskapelle. Informationen, Termine und Nachrichten werden über die sozialen Medien verbreitet. Gemeinsam mit Anna Zwicknagl und Timo Bücherl kümmert sich Michael Simbeck um die Noten, neuausstatten, sortieren und nachkopieren gehören dazu. Dirigent Sebastian Kunschir blickte auf die 31 Proben zurück, er schaute auch nach vorn, auf die anstehenden Einsätze, die fleißiges Proben notwendig machen. Sehr detailliert und genau listete Kassierin Regina Hildebrand alle Einnahmen und Ausgaben auf. Theresa Bauer blickte schon auf die vielen Termin im Jahr 2025 voraus, wie Florianstag mit Segnung der neuen Fahrzeuge, Sommernachtsserenade, Bürgerfest, Winklarner Openair, Bayerischer Abend, Festzüge, Planungen für das Heimatfest 2026 usw. Sonja Meier dankte der Blaskapelle für alle Aktivitäten, die den Markt bereichern, vor allen für die unermüdliche Jugendarbeit. Musikalisch endete die Versammlung mit einem kleinen Konzert.
Die Geehrten Eduard und Maria Kunschir mit den drei Vorständen Michael Simbeck, Theresa Bauer und Susanne Hutzler (von links) (Bild: Annemarie Mösbauer )

Zum Ehrenvorstand und zur Ehrenschriftführerin ernannt

Die Vorstandschaft der Blaskapelle Kunschir nahm die beiden 70.Geburtstage von Eduard und Maria Kunschir wahr um ihnen eine besondere Ehrung zu Teil werden zu lassen. So wurde Eduard zum Ehrenvorsitzenden und Maria zur Ehrenschriftführerin für ihr 40 -jähriges Ehrenamt ernannt. In ihrer Laudatio ließ die neue erste Vorsitzende Theresa Bauer diese 40 Jahre noch einmal Revue passieren mit den größten Meilensteinen. 1984 übernahmen die beiden die Vorstandschaft der 19 aktiven Musiker. Großen Wert legten sie bereits seit 1990 auf die Ausbildung, dazu engagierten sie externe Musiklehrer. Bald legten die ersten Schüler Bronze Abzeichen ab. Bis 1995 wuchs die Kapelle auf 42 aktive Musiker und Schüler. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte 1996. Durch die Vereinsgründung kamen zahlreiche passive Mitglieder dazu. In der neu angeschafften Vereinstracht boten sich die Musiker auch optisch sehr ansprechend. 2000 stand die Probenraumrenovierung im alten Schulhaus an. Um den Nachwuchs zu sichern wird seit 2012 die musikalische Früherziehung angeboten. Die Coronazwangspause überbrückte die Kapelle mit Gartenproben und online Musikstunden. Viele große Auftritte fielen in diese Zeit, Heimatfeste, Bürgerfeste, zahlreiche Festzüge, Kreismusikfest, Auftritte am Marienplatz, im Hofbräuhaus und im Kosovo, Partnerschaft mit Winklarn in Niederösterreich, zahlreiche Bayerische Abende, Vorspielabende und das Festspiel im letzten Jahr usw. Heute zählt die Kapelle 325 Mitglieder, davon 42 in der Gesamtkapelle, 29 in Ausbildung und der Rest passive fördernde Mitglieder. Zum Dank für die geleistete Arbeit überreichte Theresa Bauer im Namen der Vorstandschaft die Ehrenurkunde an Eduard und Maria Kunschir. Mit bewegenden Worten bedankte sich der ehemalige Vorstand, auch im Namen seiner Frau für die Ehrung mit dem Wunsch: „Lasst die Kapelle nicht untergehen. Lass die Musik an“.

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