Spaziergang am Großen Teichelberg mit Kräuterführung (Bild: Michael Zuber)

Spaziergang mit Kräuterführung zum Hankelbrunnen im Naturwaldreservat Gitschger

Der Verein Wirklich Windkraft im Naturpark? n.e.V. lud am 1. Sonntag im Juli zu einem Spaziergang zum Hankelbrunnen im Naturwaldreservat Gitschger ein. Unter der Leitung von Angela Kraus, ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin und zertifizierte Kräuterführerin, startete die interessierte Gruppe am Fuße des Großen Teichelbergs. Neugierig hörten die Teilnehmer den Ausführungen von Angela Kraus über die verschiedenen Kräutern am Wegesrand zu. Sie erfuhren Wissenswertes über die Heilkraft und Zubereitung von Labkraut, Waldmeister, Brennnessel, Stinkender Storchschnabel, Nelkenwurz und Hexenkraut. Auch die Himbeere mit ihren antioxidative Kraft blieb nicht unerwähnt. Dass die Lösungen für so manches Zipperlein und körperliche Leiden am Wegesrand zu finden sind, konnte mit Erstaunen vernommen werden. Ob der Bestand vom Circaea lutetiana (Hexenkraut), das Circe als Aphrodisiakum schon bei Odysseus angewandt hatte, nach der Führung erkennbar verringert war, ist nicht überprüft worden. Am geheimnisvollen Hankelbrunnen lauschten die Teilnehmer der von Angela Kraus vorgetragenen Sage der Hankerlen. Die dabei eingeatmeten Terpene (ätherische Pflanzenstoffe im Wald) wirken stark entzündungshemmend, senken den Blutdruck, reduzieren das Stresshormon Cortisol und aktivieren die Killerzellen des Immunsystems, wie Angela Kraus erklärte. Erholt, fasziniert von dem magischen Umfeld und mit neu gewonnenen Erkenntnissen über die Heilpflanzen traten die Anwesenden die Rückkehr an.
Der Teichelberg - Chronologie einer historischen Landschaft (Bild: Evi Beer)

„Der Teichelberg - Chronologie einer historischen Landschaft” Vortrag von Erich Schraml

Zu einem Vortrag „Der Teichelberg – Chronologie einer historischen Landschaft” lud der Verein „Wirklich Windkraft im Naturpark neV.” Mitte Mai ins Hotel Hackelstein ein. Der Referent, Fuchsmühler Heimatforscher Erich Schraml, informierte über die Geschichte und Geologie der Kulturlandschaft Teichelberg. Seit dem Mittelalter wurde das Gebiet besiedelt, die erste Erwähnung erfolgte 1061 in der Otnand Urkunde. Teichelberg ist ein Vulkankegel mit komplexen Aufbau, der zum Egergraben gehört und immer wieder kleinere Erdbeben verzeichnet. Das stärkste in der Region gemessene Erdbeben der jüngeren Zeit erreichte 1985 eine Magnitude von 4,6. Ferner erfuhren die Zuhörer Näheres über den Bergbau. 1 Eisenerz- und 2 Braunkohlebergwerke waren bis 1934 im Betrieb. Davon sind noch zahlreiche Stollen vorhanden die nicht verfüllt sind. Der Name Teichelberg entstand von der Bezeichnung Tiche = Gewässer, da es sich um sumpfiges Gebiet und Maare handelt. Seibertsbach und Schottenbrunnen entspringen am Teichelberg. Durch die Basalt- und Lehmschichten sind die Wasserläufe unklar. Daher besteht die Vermutung, dass es Zusammenhänge auch mit der König Otto Quelle, dem Sauerbrunnen und privat gefassten Quellen gibt. Ein Zuhörer stellte auch die Frage, ob die Errichtung der angedachten riesigen Anlagen mit ca. 280 Meter Gesamthöhe bei diesen Untergründen in Hanglage rentabel sein soll. Die 2. Vorsitzende von WWiN Christina Kretschmer konnte nur anmerken, dass die Windhöffigkeit eine Auslastung von 17 – 20 % der Nennleistung zu erwarten läßt. Durch die Zuschüsse die bisher 20 Jahre garantiert werden, es sich aber um ein lukratives Geschäftsmodell der Projektierer und Betreiber auf Kosten der Steuerzahler handelt. Nach ca. 3 sehr informativen Stunden gingen die Zuhörer mit neuen Erkenntnissen nach Hause.
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