Der Verein Wirklich Windkraft im Naturpark? n.e.V. lud am 1. Sonntag im Juli zu einem Spaziergang zum Hankelbrunnen im Naturwaldreservat Gitschger ein. Unter der Leitung von Angela Kraus, ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin und zertifizierte Kräuterführerin, startete die interessierte Gruppe am Fuße des Großen Teichelbergs. Neugierig hörten die Teilnehmer den Ausführungen von Angela Kraus über die verschiedenen Kräutern am Wegesrand zu. Sie erfuhren Wissenswertes über die Heilkraft und Zubereitung von Labkraut, Waldmeister, Brennnessel, Stinkender Storchschnabel, Nelkenwurz und Hexenkraut. Auch die Himbeere mit ihren antioxidative Kraft blieb nicht unerwähnt. Dass die Lösungen für so manches Zipperlein und körperliche Leiden am Wegesrand zu finden sind, konnte mit Erstaunen vernommen werden. Ob der Bestand vom Circaea lutetiana (Hexenkraut), das Circe als Aphrodisiakum schon bei Odysseus angewandt hatte, nach der Führung erkennbar verringert war, ist nicht überprüft worden. Am geheimnisvollen Hankelbrunnen lauschten die Teilnehmer der von Angela Kraus vorgetragenen Sage der Hankerlen. Die dabei eingeatmeten Terpene (ätherische Pflanzenstoffe im Wald) wirken stark entzündungshemmend, senken den Blutdruck, reduzieren das Stresshormon Cortisol und aktivieren die Killerzellen des Immunsystems, wie Angela Kraus erklärte. Erholt, fasziniert von dem magischen Umfeld und mit neu gewonnenen Erkenntnissen über die Heilpflanzen traten die Anwesenden die Rückkehr an.