von links nach rechts: Dr. Franz Wach, Nelly Pisulski, Felix Hüttinger, Franziska Peter, Dr. Elmar Baumer (Bild: Thomas Hüttinger)

„Werkstatt Geschichte” des Augustinus-Gymnasiums erhält Bayerischen Lions-Preis

Große Freude am Augustinus-Gymnasium Weiden: Der Pluskurs „Werkstatt Geschichte” ist beim Bayerischen Lions Preis für Demokratie, Vielfalt und Toleranz mit dem dritten Preis ausgezeichnet worden. Die Schülerinnen Nelly Pisulski und Franziska Peter sowie der Schüler Felix Hüttinger erhielten die Auszeichnung für ihr Projekt „Eine Grenze in den Köpfen: Vom 'Ostmark'-Bewusstsein zu guter Nachbarschaft”. Die Preisverleihung fand am 4. Juli 2026 im Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Sie stand unter dem Motto „Was können Wissenschaft, Politik und Ehrenamt zum Erhalt der demokratischen Gesellschaft in Europa beitragen?”. Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten dabei über die Herausforderungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa. Mit ihrer historischen Forschungsarbeit zu den deutsch-tschechischen Beziehungen überzeugten die Weidener Schülerinnen und Schüler die Jury. Das Projekt zeigt, wie sich historische Vorurteile und trennende Grenzbilder überwinden lassen und wie daraus Verständigung und gute Nachbarschaft entstehen können. Damit setzt die Arbeit ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und ein friedliches Miteinander in Europa. Auf Anregung des Lions Clubs Weiden 69 hatte sich der Kurs am bayernweiten Wettbewerb beteiligt. Begleitet wurde die Bewerbung von den Paten Dr. Franz Wach und Dr. Elmar Baumer vom Lions Club Weiden 69, die den Erfolg der jungen Historikerinnen und Historiker bei der Preisverleihung persönlich miterlebten. Die Auszeichnung würdigt nicht nur die aktuelle Forschungsarbeit, sondern auch das langjährige Engagement der „Werkstatt Geschichte”. Zugleich unterstreicht sie den wichtigen Beitrag, den junge Menschen mit historischem Bewusstsein und gesellschaftlichem Einsatz für Demokratie, Vielfalt und Toleranz leisten können.
Die Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Einserabitur (Bild: Michael Brandl)

Erster G9-Jahrgang glänzt mit Spitzenleistungen – fünfmal die Traumnote 1,0 am Augustinus-Gymnasium

Mit einer festlichen Entlassfeier in der Max-Reger-Halle verabschiedete das Augustinus-Gymnasium Weiden seinen Abiturjahrgang 2026. Alle 95 zur Prüfung angetretenen Schülerinnen und Schüler bestanden die Allgemeine Hochschulreife. Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse: 15 Absolventinnen und Absolventen erreichten ein Einserabitur, fünf von ihnen sogar die Traumnote 1,0. Diese Spitzenleistung gelang Louis Gebhardt, Luise Götz, Laura Kick, Simon Reichl und Paula Siller. Der Gesamtschnitt des Jahrgangs liegt bei hervorragenden 2,15. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte das Vokalensemble mit ABBAs „The Winner Takes It All”, passend zum Abiturmotto „ABBI – The Winner Takes It All”. Schulleiter Thomas Kreuzer würdigte in seiner Ansprache die Leistungen des ersten G9-Abiturjahrgangs. Das zusätzliche Schuljahr habe viele Chancen eröffnet und sich in den Ergebnissen deutlich ausgezahlt. Besonders hob er jene Schülerinnen und Schüler hervor, die erst während ihrer Schulzeit mit geringen Deutschkenntnissen nach Deutschland gekommen waren und nun erfolgreich, teils sogar mit Spitzenleistungen, das Abitur bestanden haben. Inhaltlich stellte Kreuzer das Thema Zeit in den Mittelpunkt. Schule vermittle nicht nur Wissen, sondern auch wichtige Fähigkeiten für eine zunehmend komplexer werdende Welt, nämlich Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen, Unsicherheiten auszuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Das Abitur markiere dabei nicht das Ende, sondern den Beginn der Suche nach dem eigenen Lebensweg. Die Stufensprecher Antonia Lingl und Andrii Lobodynski blickten auf die gemeinsame Oberstufenzeit zurück, die von den Neuerungen des ersten G9-Jahrgangs geprägt war. Zugleich betonten sie, dass Gemeinschaft, Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse weit wichtiger gewesen seien als Noten und Prüfungen. Mit dem Abitur stünden nun viele Wege offen, die neu gewonnenen Freiheiten seien jedoch auch mit Verantwortung verbunden. Die Schule habe dafür das notwendige Rüstzeug vermittelt. Weitere musikalische Höhepunkte setzten Schülerinnen und Schüler des Leistungsfaches Musik mit Mendelssohn Bartholdys „Die Nacht ist vergangen” sowie Paul Zamora (Violoncello) und Veronika Rupprecht (Klavier) mit Saint-Saëns' „Allegro Appassionata”. Den Schlusspunkt bildete das Instrumentalensemble mit Bruno Mars' „Locked Out of Heaven”. Die persönliche Zeugnisübergabe, bei der jede Absolventin und jeder Absolvent von einem selbst gewählten Musikstück begleitet wurde, verlieh dem Abend einen besonderen Charakter und sorgte für zahlreiche emotionale Momente. Die Feier klang anschließend bei einem gemeinsamen Empfang am Augustinus-Gymnasium aus.
Die Wanderausstellung „Geliebte Gabi” und der Ausstellungsmacher Leo Hiemer am Augustinus-Gymnasium (Bild: Simone Peter)

Eröffnung der Ausstellung „Geliebte Gabi“ am Augustinus-Gymnasium

Am Dienstag, den 9. Juni, wurde am Augustinus-Gymnasium Weiden die eindrucksvolle Wanderausstellung „Geliebte Gabi – ein Mädchen aus dem Allgäu, ermordet in Auschwitz“ feierlich eröffnet. Die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus geförderte Ausstellung basiert auf den jahrzehntelangen Recherchen des Autors und Filmemachers Leo Hiemer und erzählt das bewegende Schicksal eines jungen Mädchens in der Zeit des Nationalsozialismus. Gabi, ein Kind mit jüdischen Wurzeln, wuchs zunächst in einer katholischen Pflegefamilie im Allgäu auf und erlebte dort eine behütete und unbeschwerte frühe Kindheit. Trotz ihrer Taufe wurde sie jedoch im Alter von nur fünf Jahren vom nationalsozialistischen Regime aufgrund ihrer Herkunft aus der Familie gerissen und schließlich in Auschwitz ermordet. Dieses individuelle Schicksal steht exemplarisch für das unermessliche Leid vieler Kinder während der NS-Zeit. Die Ausstellung macht Gabis Leben auf eindringliche Weise erfahrbar: Zahlreiche Fotografien, Spielsachen und Kleidungsstücke gewähren persönliche Einblicke in ihre kurze Kindheit. Hör- und Videostationen, in denen Zeitzeugen zu Wort kommen, vertiefen die Auseinandersetzung und schaffen eine besonders intensive Verbindung zur Vergangenheit. Bei der Ausstellungseröffnung waren die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe anwesend. Schulleiter Oberstudiendirektor Thomas Kreuzer dankte dabei insbesondere Leo Hiemer für seine beharrliche und engagierte Recherchearbeit. In seiner Ansprache rief er die Schülerinnen und Schüler dazu auf, Haltung zu zeigen und Zivilcourage im Alltag zu leben. Ein Grußwort sprach zudem Bettina Kummer, Vertreterin des Kultusministeriums. Sie würdigte das Engagement der Fachschaft Geschichte, die diese wichtige Ausstellung nach Weiden geholt hat, und ermutigte die Jugendlichen, Fragen zu stellen und sich aktiv mit Gabis Schicksal auseinanderzusetzen. Auch Bürgermeister Jürgen Meyer wandte sich an die Anwesenden. Er appellierte an alle, innezuhalten und sich bewusst mit der Geschichte auseinanderzusetzen, gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und einer zunehmenden Tendenz zu Extremismus. In einführenden Worten gaben Leo Hiemer und Regina Gropper, Kuratorin der Ausstellung, Einblicke in die Entstehung und Intention von „Geliebte Gabi“. Im Anschluss führte Frau Gropper durch die Ausstellung und erläuterte deren Konzeption. Die Schülerinnen und Schüler nutzten überdies die Gelegenheit, vertiefende Fragen an Herrn Hiemer zu stellen, insbesondere zu Gabis Herkunft und ihrem Schicksal. Für eine besonders stimmungsvolle und berührende Atmosphäre sorgte die musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch die Schülerinnen Alisa Jarusskij und Veronika Rupprecht (Q12), die der Ausstellungseröffnung einen würdigen Rahmen verlieh. Die Ausstellung, die bis zum 26. Juni am Augustinus-Gymnasium zu sehen ist, bietet somit nicht nur historische Informationen, sondern fordert zugleich dazu auf, sich mit Fragen von Menschlichkeit, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen – Themen, die gerade heute von großer Bedeutung sind.
Die Turnerinnen der 11 Mannschaften der Schulen der Oberpfalz bei der Preisverleihung des Bezirksentscheids. (Bild: Anja Malzer)

Spannender Wettkampf beim Bezirksfinale U18 im Gerätturnen der Schulen

Am 10. Februar 2026 fand im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia” in der Dreifachturnhalle des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth das Bezirksfinale U18 im Gerätturnen der Mädchen statt. Elf Mannschaften aus allen Ecken der Oberpfalz lieferten sich einen spannenden Gerätevierkampf an Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Eine so starke Wettkampfbeteiligung hat es laut Wettkampfleitung Sandra Fischer noch nie gegeben. Am Ende trennten die begehrten Treppchenplätze nur insgesamt 1,5 Punkte. Das Augustinus-Gymnasium Weiden konnte sich mit einem Vorsprung von 0,9 Punkten den ersten Platz sichern. Auf dem zweiten Platz landete das Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth, gefolgt vom Robert-Schuman-Gymnasium Cham. Damit erturnte sich das Augustinus-Gymnasium Weiden das Ticket zum Landesfinale. Wir wünschen dem Team schon jetzt viel Erfolg. Die Platzierungen im Überblick: 1. Augustinus-Gymnasium Weiden, 2. Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth I, 3. Robert-Schuman-Gymnasium Cham I, 4. Erasmus-Gymnasium Amberg, 5. Gymnasium Neustadt a. d. Waldnaab, 6. Gymnasium Neutraubling I, 7. Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth II, 8. Robert-Schuman-Gymnasium Cham II, 9. Herzog-Christian-August-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg I, 10. Gymnasium Neutraubling II, 11. Herzog-Christian-August-Gymnasium Sulzbach Rosenberg II. Ein gut organisierter Wettkampf in einer bestens ausgestatteten Halle sorgte für eine tolle Stimmung bei allen Beteiligten. Ein großer Dank gilt allen Kampfrichtern, Unterstützern, Lehrkräften, Trainern, Betreuern, Helfern und dem Hausmeister für die Organisation und Durchführung des Wettkampfes.
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