Ehrungen und Verabschiedungen beim AWO-Ortsverein Pfreimd. Von links Karl Mayer, Cäcilia Butz, Georg Pfannenstein, Kreisvorsitzende Ulrike Roidl, Vorsitzender Norbert Auer, Rese Wagner und die verabschiedeten Vorstandsmitglieder Marianne Baumgärnter und Schriftführerin Maria Ostler-Scharl. (Bild: Maria Ostler-Scharl)

Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins Pfreimd mit Ehrungen und Verabschiedungen

Zwei verdiente Vorstandsmitglieder verabschiedete AWO-Vorsitzender Norbert Auer im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Siedlerheim. Die fünf Grundwerte der AWO - Freiheit - Gleichheit - Gerechtigkeit - Solidarität und Toleranz – bildeten das Fundament des Ortsvereins, sagte Auer. Ohne engagierte Vorstandschaft könnten diese Werte nicht mit Leben erfüllt werden. Der Vorsitzende bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Schriftführerin Maria Ostler-Scharl und Beisitzerin Marianne Baumgärtner für ihre engagierte Mitarbeit. Anschließend nahm Auer die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Seit 10 Jahren gehört Richard Tischler, Altbürgermeister von Pfreimd, der AWO an. Dafür wurde er in Abwesenheit geehrt. Seit 20 Jahren ist Vorstandsmitglied Karl Mayer ein engagiertes Mitglied, dafür erhielt er eine Urkunde und Nadel. Rese Wagner gehöre seit 30 Jahren zu den Aktivsten. Mit Urkunde, Nadel und Blumen dankte Auer für Ihre Treue und ihren Einsatz. Ebenfalls 30 Jahre engagierte sich Thomas Grebe (nicht anwesend), dem Urkunde und Nadel nachgereicht werden. Vor 51 Jahren wurde der Ortsverein gegründet. Davon gehören Cäcilia Butz und Georg Pfannenstein 40 Jahre mit großem Einsatz zur AWO-Familie. Urkunden, Nadeln, Blumen, Sekt und ein Dankeschön gab es dafür vom Vorsitzenden. AWO-Kreisvorsitzende Ulrike Roidl gratulierte und beglückwünschte den Ortsverein, der mit dem ganzen Team ein beeindruckender, sozialer Faktor in Pfreimd geworden sei.
Der neu gewählte Vorstand mit von links Karl Mayer, Hermann Moritz, Georg Pfannenstein, Resi Eichinger, Bernhard Ostler, Sieglinde Ebner, Kreisvorsitzende Ulrike Roidl,, Vorsitzender Norbert Auer, Clementine Wölker, Rese Wagner und Kassenprüfer Christa Schießl und Arnold Kimmerl. Nicht anwesend waren Silke Schmid und Wilhelm Eder. (Bild: Maria Ostler-Scharl)

Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins

Trotz hochsommerlicher Temperaturen kam nahezu die Hälfte aller Mitglieder des AWO-Ortsvereins Pfreimd zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ins Siedlerheim. Der alte und einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Norbert Auer blickte voller Stolz auf die AWO, die eine feste Größe im sozialen Leben und ein aktiver und verlässlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt Pfreimd sei. Der Ortsverein baue Brücken zwischen den Menschen und helfe dort, wo Hilfe gebraucht werde. Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Geschäftsführer der Sozialpädagogischen Tagesstätte Pfreimd Hans Müller, deren Träger der AWO-Ortsverein ist, zurück. Täglich können neun Kinder von 14 Fach- und Hilfskräften betreut werden. Trotz hoher Kosten sei 2025 ein kleiner Gewinn erzielt worden. Schriftführerin Maria Ostler-Scharl sprach über 18 sehr gut besuchte Vorträge und Veranstaltungen zu Themen wie Demenz und Patientenverfügung sowie Erlebnisfahrten zum Parkstein, Wasserkraftwerk Reisach, Sternwarte Dieterskirchen, Plättenfahrt und vielem mehr. Die 14tägigen „gemütlichen Beisammensein“ bei Kaffee und Kuchen im Siedlerheim würden gerne angenommen. In den letzten 18 Monaten hätten 826 Frauen und Männer an den AWO-Veranstaltungen teilgenommen. Ihr Dank galt besonders Rese Wagner und Clementine Wölker, die diese Termine durch ihr großes Engagement erst möglich machten. Kassier Bernhard Ostler berichtete von einem soliden Kassenstand. Die Kassenprüfer Arnold Kimmerl und Christa Schießl bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Bei den Neuwahlen zur Vorstandschaft wurden AWO-Kreisvorsitzende Ulrike Roidl, AWO-Ehrenkreisvorstand und Ehrenbürger MdB a.D. Georg Pfannenstein und Altbürgermeister Arnold Kimmerl als Wahlvorstand ernannt. In großer Harmonie und jeweils einstimmig wählten die 27 Mitglieder in geheimer Wahl einen neuen Vorstand: 1. Vorsitzender Norbert Auer, seine Stellvertreterin Rese Wagner, Schriftführerin (neu) Silke Schmid, Kassier Bernhard Ostler, Beisitzer Karl Mayer, Clementine Wölker, Resi Eichinger, Georg Pfannenstein,Sieglinde Ebner, Hermann Moritz und (neu) Wilhelm Eder. Kassenprüfer bleiben Arnold Kimmerl und Christa Schießl. In seinem Schlusswort freute sich Norbert Auer mitteilen zu können, dass es fünf Neuaufnahmen im Ortsverein gebe.
Rese Wagner bedankt sich bei Marianne Schieder für ihren Vortrag über die Rauhnächte in der Oberpfalz. (Bild: Gerber Klaus)

Marianne Schieder berichtet über Rauhnächte in der Oberpfalz

Der Vorsitzende des AWO-OV Pfreimd, Norbert Auer, begrüßte die zahlreichen Zuhörer im Siedlerheim und besonders die Referentin Marianne Schieder, die zum Thema „Rauhnächte in der Oberpfalz” berichtete. Frau Schieder erklärte zunächst den Unterschied zwischen dem Mondkalender (354 Tage) und dem Sonnenkalender (365 Tage). Die Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 5. Januar sind die sogenannten Rauhnächte. Erste Aufzeichnungen darüber gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Da es in dieser Zeit oft schaurig, kalt, finster ist und die Nächte lang sind, sind diese Tage oft sehr belastend. Das Wort „Rauhnächte” kommt evtl. vom „räuchern”, womit früher böse Geister und Dämonen vertrieben und gute Geister begrüßt wurden. Das „räuchern” diente dem desinfizieren (z.B. Häuser reinigen) und wurde als Ritual ins Christentum übernommen. Der Weihrauch spielt hierbei eine wesentliche Rolle, z.B. beim Dreikönigsräuchern. Ferner spielte bei den Rauhnächten das Ritual „Wünsche verbrennen” eine Rolle. Hierbei wurden vor dem 25.12. dreizehn Wünsche aufgeschrieben und jeden Tag musste einer verbrannt werden. Somit blieb ein Wunsch übrig, der dann in Erfüllung gehen sollte. Frau Schieder ging auch auf markante Gestalten aus den Rauhnächten wie Frau Percht, die bluatige Luzier oder den Drud ein. Mit lebhaften Beispielen, welche ihr ihre Oma erzählt hatte, erheiterte die Referentin die Zuhörer, die allen Ausführungen gespannten folgten. Bei ihrer abschließenden Frage, ob denn jemand über eigene Erfahrungen über die Rauhnächte verfügte, kan der Hinweis auf die „weiße Frau im Wenzl”. Der Respekt oder die Angst vor diesem „Aberglauben” führte dazu, dass oftmals die Heimfahrt nachts nicht über die Straße, die durch den Wenzl führte gemacht wurde, sondern ein Umweg in Kauf genommen wurde. 2. Vorsitzende Rese Wagner bedankte sich abschließend bei Marianne Schieder für den lebhaften und interessanten Vortrag und überreichte ihr einen Blumenstock.
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