Das bewährte und rührige AWO-Team der Seniorentagesstätte präsentierte sich am „unsinnigen Donnerstag“ zum Tagesthema „Hollywood“ in tollen Kostümen . An der Spitze AWO-Vorsitzender Fritz Möstl mit grauer Perücke und edlem Barock-Umhang. (Bild: Karl Ziegler)

Hollywood in Eslarn: Wenn Jesse James zum Rucki-Zucki bittet

Am unsinnigen Donnerstag bebte die Senioren-Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt in Eslarn – und das nicht etwa wegen eines Erdbebens, sondern wegen 33 gut gelaunter Musiker, darunter gleich drei Bässe zweier Faschingsbands, die die Tagesgäste zum närrischen Stelldichein geladen hatten. Der Aufenthaltsraum war liebevoll dekoriert, auf den Tischen sorgten Bilder dafür, dass jeder Tagesgast zielsicher seinen Platz fand – da waren Verwechslungen ausgeschlossen, selbst bei ausgelassener Stimmung. Der als AWO-Edelsmann mit grauer Perücke und edlem Barock-Umhang gewandete Gastgeber stellte den Nachmittag standesgemäß unter das Motto „Hollywood“. Und Hollywood kam tatsächlich: Das Personal schlüpfte in die Rollen berühmter Filmschauspieler, sodass sich so mancher Gast fragte, ob nicht gerade der rote Teppich ausgerollt würde. Im Publikum dominierten farbenfrohe Damenkostüme, doch auch einige Herren bewiesen Mut zur Weiblichkeit. Hinter Perücken, Kleidern und durchaus „aufgeblasenen Vorbauten“ wurde geschunkelt, was das Zeug hielt – wobei es bei manchem Gedränge aufgrund der „großen Balkone“ zu kleinen logistischen Herausforderungen kam. Musik und das rührige AWO-Team brachten die Seniorinnen und Senioren schnell in Bewegung: Klatschen, Singen, Schunkeln – auf und nieder, immer wieder im Takt der Melodie. Das bestens abgestimmte Programm ließ keine Wünsche offen. Die Bands „Schlutupers“ und „Jesse James“ heizten kräftig ein. Spätestens beim böhmischen Wind sang der ganze Saal im Duett, und bei „Wir san vom Wold dahoum“ hallten begeisterte Zugaberufe durch den Raum. Der Höhepunkt? Ganz klar: „Rucki-Zucki“! Hier waren alle Hände in Bewegung – und vermutlich auch Muskeln, von denen man gar nicht mehr wusste, dass es sie gibt. Zwischen Häppchen und Heiterkeit sorgte das AWO-Seniorenteam – namentlich Jutta Wild und Monika Maier – mit Häppchen für beste Verpflegung. Besonders begehrt war das eigens von der Arbeiterwohlfahrt gebraute Kommunbier, das reißenden Absatz fand und so manchem Hollywood-Star während des Nachmittags zusätzlichen Glanz verlieh. Mit einem Augenzwinkern baten die Musiker um „schärfere Sachen“ – nicht etwa aus Übermut, sondern aus rein praktischen Gründen: „Dann wird weniger getrunken und wir müssen nicht so oft aufs Klo“, erklärte Musiker Manfred Wild verschmitzt. Eine Bitte, die laut AWO-Vorsitzenden Fritz Möstl durchaus erfüllbar sei. Fazit des närrischen Nachmittags: Eslarn hat was zu bieten! Die gute Stimmung schwappte mühelos zwischen Jung und Alt hin und her. Hier wurde nicht nur gefeiert, sondern miteinander gelacht, gesungen und geschunkelt – ganz im Sinne eines gelungenen Faschings, bei dem selbst Hollywood neidisch geworden wäre.
Die Kinder animierten die Seniorinnen und Senioren zum Mitmachen. (Bild: Harald Kunz)

Fröhliche Eslarner Schulkinder überraschen in der AWO-Tagespflege freudestrahlende Senioren

Die Erstklässler der örtlichen Grundschule überraschten mit Lehrerin Alexandra Reber und Lehrerin Vanessa Lindl mit einem Besuch die Seniorinnen und Senioren der Tagespflege bei der Arbeiterwohlfahrt. Die frohgelaunten Mädels und Jungs zauberten mit Gesang den älteren Menschen ein fröhliches Lächeln ins Gesicht und animierten zum Mitsingen. Der Besuch war für die ältere Generation im Pflegeheim eine willkommene Abwechslung. Besonders erfreut waren die Bewohnerinnen und Bewohner der AWO-Tagespflege über die mit viel Freude vorgetragenen Lieder. Mit „Hurra, ich bin ein Schulkinder“ erinnerten die Kinder an ihre kürzliche Einschulung in die Grundschule und mit dem Elefantenlied stellten sie ein majestätisches Tier vor. Bewegung unter die Schüler und Senioren kam beim Bewegungsspiel „Riese, Zwerg, Baum, Haus“. Für alle hieß es beim Wort „Riese“ die Arme nach oben strecken und bei „Zwerg“ sich in der Hocke klein zu machen. Die Freude und Lebendigkeit der Kinder steckte die Tagesgäste und das AWO-Personal zum Mitmachen an und alle schätzten das Miteinander und den dargebotenen Gesang. Dabei merkten alle die Kraft der solidarischen Gemeinsamkeit und des Gesangs, die Menschen jeden Alters verbindet und Erinnerungen an die Kinderzeit weckt. Zum Dank für den herzerwärmenden Besuch überreichten die Senioren den 16 Mädels und 4 Jungs liebevoll gebastelte kleine Schultüten, die prall mit allerlei Süßigkeiten gefüllt waren. Das AWO-Personal dankte im Namen der Senioren für den Besuch und die unterhaltsame Stunde.
Die vorweihnachtlichen Boten Harald Kunz und Markus Füßl freuten sich mit den Engeln (v.l.) Lea Bock, Angelina Füßl, Anna Frank und Teresa Brenner auf ihren Besuch vor und in der AWO-Tagespflege. (Bild: Karl Ziegler)

Humorvolle Adventfeier für ältere Menschen und Gäste in und vor der Tagespflege

Bei der Tagespflege der Eslarner Arbeiterwohlfahrt steht die Gemeinschaft und das Miteinander im Vordergrund. Das Team der Tageseinrichtung versorgt die Tagesgäste mit Informationen aus der Heimat und Umgebung und beschäftigt die SeniorenInnen das ganze Jahr über mit ausgearbeiteten Aktivitäten. Gerade die vorweihnachtliche Adventzeit bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Tage im Kreis der Familie und in der Tagespflege zu verbringen. Bei uns im Mehrgenerationenhaus steht laut AWO-Vorsitzenden Fritz Möstl der Mensch im Vordergrund und das Prinzip „füreinander Zeit zu haben”. Vor Kurzem nahm sich das AWO-Team für die Vorbereitungen einer Adventfeier im Kreise von 29 Tagesgästen mit Familienangehörigen, sowie einigen Gästen reichlich Zeit. Nach einem unterhaltsamen Vormittagsprogramm wurden zur Mittagszeit leckere Rolladen mit Blaukraut und Knödl serviert und für die Kaffeerunde gabs selbstgebackene Plätzchen und Stollen. Eine Adventfeier ohne Musik bei der AWO unvorstellbar, daher sorgte Nachwuchstalent Teresa Zinkl mit ihrem Akkordeon für volkstümliche Musik. Die Gäste wurden zum Schunkeln und Mitsingen animiert. Vor dem AWO-Haus mit dem roten Herzen an der Hauswand bereicherte ein kleiner Advent-Markt mit leckeren Bratwürsten und zum Aufwärmen mit Glühwein die Feier. Nicht zuletzt sorgte das AWO-Team für einen überraschenden Endspurt. Die beiden AWO-Allrounder Harald Kunz und Markus Füßl schlüpften ins Nikolaus-Gewand und in die Rolle von Knecht Rupprecht und überraschten die fröhliche Gemeinschaft in Begleitung der Engel Lea Bock, Teresa Brenner, Anna Frank und Angelina Füßl. Der vorweihnachtliche Bote war bestens vorbereitet und berichtete humorvoll über alle Aktivitäten der SeniorenInnen. Ein dickes Lob für den vorbildlichen Tageseinsatz gabs vor allem für das Personal. Nicht zuletzt überreichten die Engel jedem Tagesgast ein Glas mit selbstgemachter Marmelade. Zum Abschluss musste sich keiner Sorgen über den Nachhauseweg machen, da die AWO-Chauffeure jeden nach Hause brachten.
Die Gäste der AWO-Tagespflege feierten mit ihren Angehörigen und dem Personal ausgiebig die Kirchweih. (Bild: Harald Kunz)

Oh Kirwa lou niad nou

Die „Islouer Kirwa” wurde am Wochenende und auch am Kirwa-Montag im Markt Eslarn ausgiebig gefeiert. In den verschiedenen Lokalen wie in der „Zoiglstum” beim Strehern, im „Böhmerwald” bei Dagmar und im „Sportheim” beim TSV wurden den Gästen nach dem Motto „Wer houd Kirwa, mia hom Kirwa” beste Unterhaltung und Leckereien geboten. Bestens vorbereitet auf die Tagesgäste und ihre Angehörigen aus verschiedenen Landkreisen bei der Kirchweih hatte sich mit Speisen und Humor auch das Personal der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die blauweiß geschmückten Tische bereicherten Blumenarrangements und Schokoherzen. Standesgemäß gabs zur „Islouer Kirwa” einen leckeren Braten mit Knödel vom Seniorenhaus im Naturparkland aus Waidhaus und zu Kaffee reichte das rührige AWO-Team leckere „Käichla” und „Kirwa-Schmier-Koucha”, sowie Brezen. Das hauseigene und gefragte „AWO-Schlagerteam” mit Steffi Liegl, Carina Zelt, Beate Jander, Katja Grosser, Karin Stahl und Harald Kunz präsentierte nicht nur im Full-Playback bekannte Promi-Sänger, sondern schlüpfte zudem in fesche Dirndler und Lederhosen. Gekonnt bewegten die AWO-MitarbeiterInnen die Lippen synchron zum abgespielten Gesang und begeisterten mit ihren Auftritt die Zuhörer. Mit kräftigen Applaus und Zugaberufen honorierte das Publikum die künstlerischen Darbietungen. Bestaunt wurden auch die musikalischen Akkordeon-Klänge der 11-jährigen Teresa Zinkl und des 15-jährigen Simon Maier. Nach den Stimmungsmelodien der beiden Musiktalente wurde geschunkelt und gesungen. Der Dauerbrenner „Oh Kirwa lou niad nou, wir hom ja nu a Musi dou” durfte dabei nicht fehlen. Die Gäste klatschten im Rhythmus zu den Melodien und schwärmten noch an den Folgetagen über die unterhaltsame Kirchweih-Feier und das Kirwa-Essen in der AWO-Tagespflege.

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