Am 11.07.2026 fand in Weiden das 2. Stadtteilfest Scheibe statt. Auf dem Gelände des Arbeitskreises Asyl (AK Asyl) fand bereits am Vormittag ein Flohmarkt statt, wo Kinder und Erwachsene ihr Gebrauchtes für kleines Geld anboten. Rund 150 Gäste besuchten im Laufe des Nachmittags das Fest in der Luitpoldstraße entlang der Konrad-Adenauer-Anlage. Von 14 bis 20 Uhr gab es Spiel, Spaß und gute Unterhaltung für alle. Es war einiges geboten:
Das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte (OBTM) sorgte für Abkühlung mit Wasserzerstäubern, Planschbecken und selbst gemachtem Eistee und machte gleichzeitig aufmerksam auf das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser. Der Bund Naturschutz Weiden-Neustadt informierte über aktuelle Umwelt- und Naturschutzthemen, am Stand des Kunstvereins Weiden e. V. konnten sich Gäste auf einem gemeinsamen Gemälde verewigen.
Am Umsonst-Stand des Autonomen Kollektivs Weiden (AKW) wurden Bücher, Kleidung und Haushaltsgegenstände zum Verschenken angeboten – ein Statement für Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerfgesellschaft. Das Kinderprogramm mit Hüpfburg und Bobbycarrennen, organisiert vom Hausverein A11 e. V., hielt Groß und Klein auf Trab. Arbeit und Leben in Bayern informierte über Demokratiebildung und das Jugendforum lud ein zum Basteln von buntem Perlenschmuck. „Die Linke hilft” sammelte Unterschriften gegen den Mietennotstand und bot einen kostenlosen Heizkostencheck an.
Auch musikalisch war einiges geboten: Zuerst gab es Hip-Hop und Dancehall-Beats von DJ Tefflown, später Folk-Punk-Musik von Liedermacherin Manu und abends Stoner Rock mit der Weidener Band „Such a Fat Fly” – zwischendurch blieb sogar noch Zeit für Karaoke!
Zwei Tanzgruppen von Kindern und Jugendlichen des AK Asyl sowie Solotänzer Ludwig legten trotz Hitze eine flotte Sohle aufs Parkett. „Das muss es unbedingt öfter geben, dass die Leute einfach mal wieder zusammenkommen. Auch ganz verschiedene Kulturen!”, erklärte eine Anwohnerin, die seit 1992 im Stadtteil Drehscheibe lebt.
Das Linkswerk versorgte alle mit kühlen Getränken, veganer Bratwurst vom Grill sowie Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis. Keiner musste sich Gedanken machen, ob er oder sie genug Geld dabei hat: Alles war kostenlos. Wer wollte, konnte eine freiwillige Spende entrichten.
„Gerne können sich im nächsten Jahr auch weitere Vereine, Gruppen oder Firmen aus dem ganzen Stadtgebiet beteiligen, damit das Fest noch größer und bunter wird!”, sagte Sarah Geißler, eine Sprecherin des Bündnisses Stadtteilfest Scheibe.