Eigentlich mag Prälat Johann Neumüller nicht viel Aufhebens um seine Person, aber anlässlich seines 50. Priesterjubiläums entkam er dem nicht. Den Dank- und Festgottesdienst in St. Elisabeth umrahmte der Kirchenchor St. Josef, dessen Mitglied der Geistliche ist, unter anderem mit der Wolfgangsmesse von Karl Norbert Schmid und einem Lied von John Rutter.
Dazu kamen einige Sänger von den Kuhl-Chören und natürlich Instrumentalisten, darunter Stefan Schultes an der Orgel, wie Kirchenmusikdirektor Piotr Pajak im Anschluss beim Zusammensein auf dem Pfarrplatz erzählte. Unter seiner Ägide stimmte der Chor dort auch ein Ständchen an.
Mehrere Geistliche begleiteten und konzelebrierten die Messe, allen voran ein langjähriger Weggefährte von Neumüller, Monsignore Thomas Pinzer, der aus Kemnath stammt. Neumüllers Heimatpfarrei war einst Herz Jesu gewesen, wo er vor 50 Jahren seine Primiz gefeiert hat. Als Kaplan hatte er unter anderem in St. Josef gewirkt. Und so waren auch Gläubige aus den anderen Weidener Pfarreien gekommen, ebenso wie ehemalige Mitarbeiter aus dem Bistum und natürlich Familienangehörige des Jubilars. Auf dem Altar standen mit Neumüller Domkapitular Martin Priller, Militärpfarrer Wolfgang Reischl (einst Primiziant in St. Elisabeth) sowie Stadtpfarrer Thomas Jeschner, der einleitend die Besucher und Gäste begrüßte, Pfarrvikar Malachy Ukaonu und Pfarrer i.R. Ludwig Taufer.
Bis 2001 war Neumüller als Religionslehrer am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg tätig, dann wechselte er ins Ordinariat als Schulreferent und Direktor der Schulstiftung. So habe er seine Berufung leben können, sagte der Militärgeistliche Pinzer in der Festpredigt. Die Nähe zu den Menschen sei für Neumüller immer wichtig gewesen. Er gehöre einer Generation an, die durch das Zweite Vatikanische Konzil geprägt sei. Neumüller komme aus der Mitte der Gemeinde und wollte nie bevorzugt behandelt werden. Ende 2016 wurde er zum Domdekan gewählt, was er bis zu seiner Rückkehr 2021 als Ruhestandsgeistlicher nach Weiden blieb.
Beim anschließenden lockeren Empfang auf dem Pfarrplatz gab es nicht nur die Möglichkeit, dem Jubilar zu gratulieren, sondern sich bei Getränken und Essen über „Gott und die Welt“ auszutauschen. Und das taten Familienangehörige, Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft und der Gremien, Ministranten und weitere Geistliche gerne.